Krabi

29 11 2009

Unbeschreiblich.

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Heineken Greenspace

27 11 2009

Guten Morgen liebe Leser,

wieder ist der letzte Arbeitstag der Woche angebrochen.

Der Start in die Woche war relativ unspektakulär. Ein paar Tage lang habe ich die 3 Stunden Badminton vom Wochenede durchaus noch in den Waden gespürt. Aber mittlerweile scheinen die ganzen kleinen Muskelfäserchen sich brav erholt zu haben, sodass ich fit und gesund in ein abenteuerreiches Wochenende starten kann. 🙂

Letzten Mittwoch haben wir das erste Mal die Gläser mit unserem Chef angestoßen. Nach der Arbeit verabredeten wir uns mit einem weiteren deutschen Kollegen und einer thailändischen Praktikantin in der Heineken Greenspace Rooftop Bar. Die Location war natürlich von den beiden Chefs gewählt – und sie entpuppten sich als Kenner durchaus sehr guter Locations. Die Bar befindet sich im 17. und 18. Stock und bietet im Außenbereich eine schöne fensterlose Sicht auf Bangkoks Skyline.

Unser Chef hat uns einen sehr guten Tisch im oberen Bereich gesichert. Ein gemütliches Ambiente mit runden Tischen, bequemen Sitzsäcken, guter Live Band Musik und einer angenehmen Beleuchtung durch eine riiiiiiiiesige Lichtröhre, die einmal komplett das gesamte Deck umkreist, sorgten für einen chilligen Abend. Hinzu kamen natürlich noch 3 Bier Tower á 3 Liter für je 12 €. 🙂 Für thailändische Verhältnisse sicher eher obere Preisklasse, doch als Deutsche beschweren wir uns bei 4 € für einen Liter Bier in einer solchen Location sicher nicht.

Die Karte bietet natürlich nicht nur Süffigkeiten, sondern verspricht ebenso leckere kulinarische Spezialitäten. Die Küche reicht von typisch Thai bis zu europäischen Gerichten wie dem einfachen Schweinefilet oder Spagetti. Der Cateringservice Greyhound legt bei dem Servieren der Gerichte sogar ein wenig Kreativität an den Tag. So werden die Spagetti nämlich ungewöhlicherweise nicht auf einem Teller, sondern in einem Bierkrug gereicht – so gehört es sich eben in einer anständigen Bierbar. Da wird das Essen doch glatt zu einer kleinen Herausforderung, nichtsdestotrotz amüsante Idee. 🙂

Fotos habe ich dieses Mal leider nicht zu bieten. Nach dem ersten Pic war das Akku leer… Dumm gelaufen. Aber sicher gibt es ein nächstes Mal.

Schnell noch eben die Flugdaten für mein Krabi Wochenende, damit ihr wisst, wann genau ich mal wieder in der Luft hänge.

Hinflug Fr, 27.11.
Abflug BKK: 17h05
Ankunft KBV: 18h20
Flugnummer: FD3167 (AirAsia)

Rückflug So, 29.11.
Abflug KBV: 18h50
Ankunft BKK: 20h10
Flugnummer: FD3168 (AirAsia)

Da Alex nicht zum ersten Mal auf Krabi ist, hat er ein paar nette Kontakte spielen lassen können. Die Besitzerin unseres Apartments hat uns ein Taxi organisiert, das uns vom Flughafen abholen wird. Anschließend werden wir direkt mit der Fähre auf die Insel Krabi übersetzen.

Für den gesamten Samstag ist eine ausgiebige Free Climbing Tour geplant. Ob wir uns Sonntag noch einmal an die Felsen hängen oder ob wir unseren müden Gliedern lieber eine Erholung am Strand gönnen werden, entscheidet sich spontan.

Aber was interessieren meine Zukunftspräsumtionen? Nächste Woche erfahrt ihr wie es gewesen ist. 😉

Bis dahin,
eure Jessi





Chan len Badminton

23 11 2009

So Leute! 21h45 und gerade direkt von der Arbeit zu Hause angekommen. So muss das sein, gel? 😉
Und jetzt wird es wieder mal Zeit für ein Wochenendbericht, was? 😉

Grundsätzlich war es ein chilliges Wochenende in Bangkok. Samstag bin ich losgezogen zum Siam Square – ihr erinnert euch: Shoppingmeile 🙂 – um dort meinen lang geplanten Einkauf zu erledigen. Indoor Sportschuhe mussten her!

Warum? Weil unser netter Kollege Pang aus der IT Abteilung mich schon seit Wochen einlädt, mit ihm Badminton spielen zu gehen. Doch bisher war ich am Wochenende entweder unterwegs oder hatte keine Sportschuhe da. Dies hat sich nun geändert.

Für umgerechnet 6 € habe ich irgendwo im Paragon-Einkaufszentrum wirklich gute Hallenschuhe erstanden – und das ohne zu handeln. Ist das günstig oder ist das günstig?
Auch in Bangkok herrscht im Übrigen gute Weihnachtsstimmung mittlerweile. Überall Tannenbäume und verschiedene Darstellungen von Schneeflocken – von knallig pink bis zu mit Windrädchen beschmückt.

November Siam Square – Die Spinnen, die Thais

Nach der Schnäppchenjagd habe ich zum ersten Mal ein thailändisches Kino getestet. „2012“ lautete der Filmtitel. Der Film war, wenn auch sehr unrealistisch, doch sehr gut. Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, was die Computergrafik heute im Kino leisten kann und was nicht 😉
Mindestens genauso nervenkitzelig wie der Film war der Vorspann. Nach gut einer Stunde Werbung und Vorschau geschah etwas Unfassbares! „Please show honored respect to our majesty“ – hieß es plötzlich auf der Kinoleinwand. Der ganze Kinosaal erhob sich, um schweigend den nachfolgenden stark in gold gehaltenen Kurzfilm über seine Majestät anzusehen. Eine skurrile Situation, der ich mit Schmunzeln begegnet wäre, hätte ich nicht ein wenig um mein Leben gefürchtet. Selbstverständlich erhoben wir uns auch – Sitzenbleiben hätte sicher unseren Tod oder wenigstens größte Verachtung verursacht. Beim Aufstehen fühlte ich mich allerdings nicht wohler. So trug ich doch – ahnungslos und zufällig natürlich – ein knallrotes T-Shirt. Ihr erinnert euch: Yellow-Shirts = Königsanhänger, Red-Shirts = Königsgegner. Vermutlich kann ich von Glück sprechen, nicht von hinten erstochen worden zu sein. 😉

Sonntag war es dann allerdings endlich so weit. Chan len Badminton. Was soviel heißt wie „Ich habe Badminton gespielt.“ 🙂
Um kurz vor 18h habe ich mich mit Pang am Siam Square verabredet. Dort haben wir einen weiteren Freund Pangs getroffen und wurden von einem dritten abgeholt, der uns in die nahe der Uni liegende Badmintonhalle brachte.

Die Thai Truppe spielt jeden Sonntag von 18 bis 21 Uhr. Ja, drei Stunden lang. Mal sind sie mehr, mal weniger. Gestern hatten wir 2 Courts gebucht, wobei wir die letzten zwei Stunden sogar auf drei Courts spielen konnten, da nach und nach einige Felder frei wurden. Insgesamt waren wir 12 Leute und gingen somit genau auf: Pang, Aum, Jorge, Ox, Ong, Nuk, Ip und Big sowie vier Mädels Nan, Ann, Wan und mich. Sicher habe ich jetzt die Hälfte der Namen falsch geschrieben. Aber Boah ey! 😀 Schon einen Tag her und ich kenne immer noch alle Namen!

Übrigens waren sie allesamt super nett und haben zudem ziemlich gut gespielt. Dafür, dass sie allerdings fast jede Woche 3 Stunden lang trainieren, konnte ich durchaus gut mithalten. Es gab sogar das ein oder andere siegreiche Spiel für mich. 😀 Wie dem auch sei, es hat jedenfalls einen Mortz Gaudi gemacht und erinnerte mich so an den einen oder anderen harten Rasen Fight mit meinem Dad. 😉

Im Anschluss waren wir natürlich entsprechend hungrig und sind – ebenfalls in Uni-Nähe – etwas essen gegangen. Ich behaupte, dass es sich hierbei durchaus um eine eher von Einheimischen besuchte Location handelte, da ich kein einziges Wort auf der Karte verstanden habe, geschweige denn überhaupt lesen konnte. Glücklicherweise gab es neben der typischen Thai-Karte auch ein „American-Menu“ mit Bildchen zu jedem Gericht.

Das interessanteste an diesem Dinner war allerdings, zu sehen, dass selbst die Thais ähnliche Einstellungen zu ihrem Essen haben können wie wir. 🙂 So wurde sich lauthals darüber amüsiert, dass Pangs Steak eigentlich kein Steak war, sondern „Fat with Pork“. Ihr solltet wissen, dass es mir nicht selten untergekommen ist, dass das georderte Schweinefleisch weniger aus Fleisch bestand als eben vielmehr aus purem Fett. Besonders nett ist dies, wenn du parniertes Fleisch bestellst (ein Schnitzel quasi ;)), genussvoll hineinbeißt und plötzlich auf fetttriefendem Gummi kaust. Mittlerweile war ich der Meinung, die Thais essen eben gerne Speckschwarte. Doch Pang und seine 10 Kumpels belehrten mich eines besseren. Er hat zwar tapfer aufgegessen, doch auch nur mit ca. einer halben Chili-Flasche und einem halben Zentimeter Pfeffer nachgewürzt. Salz nicht. Nein. Da kroch nämlich eine Ameise drin rum – was auch die Thais nicht lecker fanden.

Ebenfalls interessant zu sehen war es, dass auch den Thais ihr Essen zu scharf sein kann. So wurde doch heftig geweint, die Nase lief, nach Luft gehechelt und… …nicht aufgegessen. 😀 Alles in allem war es ein sehr lustiger Abend, auch wenn ich mir unter 11 Thai quakenden Thais zwischendurch mal ein wenig verloren vorkam.

Kommendes Wochenende bin ich dann erstmal auf Krabi zum Klettern. Aber das nächste Wochenende, das ich wieder in Bangkok verbringe, bin ich dann sicher auch wieder mit am Start. Gekostet hat mich der ganze Badminton-Spaß übrigens einen guten Euro (50 THB). Macht bei 12 Leuten: 12 € zwei Courts für 3 Stunden. Da kann ich nicht meckern 😉

Leichten Muskelkater in der rechten Wade kann ich aber leider nicht leugnen. Irgendwo bekomme ich die 2-3 Jahre Untätigkeit dann doch zu spüren. Erstaunt war ich jedoch über meine Ausdauer. 12/3 = 4 = 2 Stunden lang keine Pause 😉 Wenn ich da an meine Joggingversuche aus München vor 2 Monaten zurückdenke, kaum zu glauben.

So. Nun habe ich zur Abwechslung mal wieder halbwegs pünktlich die Ereignisse gepostet 😉

Liebste Grüße,
eure Jessi





Singapur

21 11 2009

Moinsen.

Wie ihr sicher noch alle wisst, waren wir letztes Wochenende unsere Kollegen Bea, Sven und Markus an ihrem Praxisstandort besuchen. Gegen ca. 22 Uhr setzten wir Fuß in den Insel- und Stadtstaat Singapur.

Mit knapp 5 Millionen Einwohnern ist Singapur der kleinste Staat in Südostasien. Mit einem BIP pro Kopf von rund 35 US$ (vergleichbar mit Deutschland) jedoch gleichzeitig der reichste. Kein Wunder also, dass wir auf Anhieb das Gefühl hatten, die asiatische Welt verlassen zu haben. Von Kulturschock oder Wiederkehr in die westliche Welt kann ich nicht berichten, eher hatte ich das Gefühl, in eine andere Wirklichkeit zu kommen. Alles ist sauber, alles ist aufgeräumt, modern und organisiert. In einer perfektionistischen Art und Weise scheint die ganze Stadt künstlich geschaffen. Auf mich wirkt Singapur wie eine riesige Spielwiese, auf der sich die Investoren der Welt am Austoben sind.

Aber genug geschwafelt. Etwa eine halbe Stunde nach der Landung erreichten wir mit dem Taxi das Apartment unserer drei Kollegen, das selbstverständlich in dem wohl nobelsten Viertel Singapurs liegt. Auch hier spigelten sich diese kleinen aber feinen Unterschiede zwischen „unserer Welt“ und „deren Welt“ wider. Allein das Wohnzimmer der drei scheint größer zu sein als unsere drei Apartments in Bangkok zusammen. Dazu kommt ein schicker Pool und eine Einrichtung des Hauses, die einem sehr noblen Hotel Standard entspricht.

Den Freitagabend sind wir nachfolgend eher ruhig angegangen. Während Bea mit ihrem Freund im Club, Sven im Kino und Markus am Skypen waren, haben Lina, Martin und ich uns daran gemacht, im Wohnzimmer unsere DutyFree Ware zu leeren. Leicht angeschwipst haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Pool der drei zu testen. Was wir nicht wussten: Poolsperrstunde ab 22h. Und so haben wir uns gleich am ersten Abend schonmal mit der Nachtwache bekannt gemacht. 😉

Spätere Versuche, noch einen geöffneten Club oder eine alkoholausschenkende Bar ausfindig zu machen, schlugen leider fehl. Und somit sind wir gegen 4 Uhr in der Früh alle tot ins Bett gefallen.

Der nächste Morgen begann dementsprechend spät. Nach einer ordentlichen Portion Spagetti zum Frühstück bin ich mit Martin losgezogen, um ein wenig von der Stadt zu sehen. Während Sven und Markus beim Dragon Boat Training waren, erkundeten wir den Raffles Place und den naheliegenden Boat Quay am Singapore River. Lina war bereits vor dem Frühstück mit Bea und ihrem Freund losgezogen.

Raffle ist der Gründer Singapurs, weshalb einiges in Singapur nach ihm benannt ist. Das Wahrzeichen Singapurs ist der Merlion, eine Kreuzung aus Meerjungfrau und Löwe. Die Meerjungfrau symbolisiert die starke Verbundenheit Singapurs mit dem Meer. Schließlich ist der Erfolg des Staates auf eine bedeutende Hafengeschichte zurückzuführen. Der Löwe steht für Stärke und Furchtlosigkeit und unterstreicht die Nachhaltigkeit und den Kampfgeist der Gründer und Bevölkerung, die Singapur zu seiner Handelsmacht verholfen.

Merlion – das Wahrzeichen der Stadt

Über die Anderson Bridge ging es auf die andere Seite des Flusses nach colonial Singapore und von dort weiter nach Chinatown. Sogar dieser Stadtteil ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sauber und ordentlich.

Chinatown

Viel mehr anzuschauen haben wir nun nicht mehr geschafft. Um ca. 15h haben wir uns mit Markus und Sven getroffen, um nach einer kurzen Mahlzeit im Foodcourt nach Sentosa Island aufzubrechen.

Sentosa

Sentosa ist eine reine Vergnügungsinsel, auf der es jede Menge Attraktionen (z. B. eine Seilrutschbahn, eine Achterbahn, Surfanlangen), Museen, Gärten, Strandbars etc. gibt. Die Insel und die künstlich angelegten Strände sind – perfektionistisch wie Singapurs Investoren sind – natürlich wunderschön. Doch sobald man die Blicke in die Ferne richtet, den Strand verlässt und eine Runde im Meer baden möchte, verlässt man das Paradies.

Fantastische Aussicht auf die Weite des Meeres

Unser Sven wusste das bereits und verzichtete auf die kleine Baderunde. Ein wenig Sonne tanken am Strand reichte ihm vollkommen aus. Auch uns hat es nicht allzu lang im Wasser gehalten. Aber wir hatten ja auch noch was vor… 😀

Martins und meine ersten Versuche

Die Profis standen ja auch schon zum zweiten Mal auf dem Brett

Schließlich klappte es bei uns aber auch ganz gut (sogar ohne Schnur :))

Naja… Profis war vielleicht ein wenig übertrieben 😉

So. Nun war es dunkel und wir waren ganz schön ausgepowert. Da musste schnell ein Imbiss her. Nochmal Foodcourt, bzw. HotDog mit deutscher Bratwurst. Danach wieder ins Apartment und den zweiten DutyFree Havana Club genießen. Ist ja auch nötig. Bei den Preisen in Singapur kann man Bierchen im Club ja vergessen. Alles mindestens genauso teuer wie in D, wenn nicht teurer…

Der Club, in den es am Abend also noch ging, heißt Zouk.

Und alle gut dabei

Der Abend hat sich mal wieder gelohnt. Und was wäre eine vernünftige Party ohne ein paar Schnapsleichen am nächsten Tag? Drum gab es wieder deftige Spagetti zum Spätstück, bevor sich mit Mühe in Richtung Orchard Road aufgerappelt wurde.

Orchard Road

Die Orchard Road ist DIE Shoppingmeile Singapurs. Dumm nur, dass ich mir dort leider kaum was leisten kann. Diese Straße ist wiedermal typisch für das singapurianische Prestige – luxuriöse Bauten mit nobler Innenausstattung. Hinzu kommt jede Menge Weihnachtsschmuck (steht ja quasi auch schon vor der Tür ;)). Überall glitzert, funkelt und leuchtet es. Auf den Straßen hängen Girlanden und stehen begehbare Tannenbäume. Und das alles – ich kenne es aus Mexiko – bei 26° C und strahlendem Sonnenschein. Verrückte Welt!

Das sind schöne Schlussworte wie ich finde. An dieser Stelle enden auch die spannenden Ereignisse des Wochenendes. Was noch folgte, war der Rückflug. Nun bin ich schon wieder seit einer Woche in Bangkok und das nächste Wochenende steht schon wieder an. Mal sehen, was das so Neues bringt.

Hab euch lieb,
bis demnächst,
eure Jessi





Kuala Lumpur

18 11 2009

Zweieinhalb Wochen ist es nun schon her, da traten wir eine Reise nach Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur an. Plan war es, dort mit unseren Kameraden Markus und Sven aus Singapur gemeinsam ein spaßiges Wochenende zu verbringen.

Doch dass nicht alles gänzlich nach Plan verlief, zeigte sich bereits im Voraus. Interessenskonflikte gekoppelt mit nahezu unüberwindbaren Kommunikationsbarrieren sorgten dafür, dass wir 5 Leute letztlich in 3 verschiedenen Unterkünften nächtigten. Auf der einen Seite argumentierte die sparsame Hostel-Fraktion, die die Ansicht vertrat, dass wir eh nur zum Schlafen in der Unterkunft seien und dass hierfür kein Cent zu viel vergeudet werden sollte. Kontra dieser Ansicht verliefen die Meinungen der beiden Singapurianer, die sich dem Luxus ihrer artifiziellen Phantasiawelt nicht entziehen konnten und Wert auf ein Hotel mit möglichst langer Milchstraße legten. Übrig blieb ich, die ich mich grundsätzlich auch lieber in ein eigenes Hotelzimmer chille anstatt mir mit unbekannten u. U. dubiosen Gestalten Zimmer und Bad teilen zu müssen. Maßgeblicher Antrieb meines Interesses war jedoch meine schlechte Bandscheibe, die von dem mich misshandelnden PS Residenz Bett dringend Erholung brauchte und deutlich gegen eine Jugendherbergsmatratze plädierte.

Meine Versuche, die verschiedenen Interessen zu vereinigen und eine Kompromisslösung zu finden, scheiterten kurz vor dem Ziel und resultierten letzlich in der Misere, dass ich allein in der 4*-Residenz, dem Maytower Hotel, einquartierte. Danke, Jungs.

Maytower Hotel

Mein Hotelzimmer im Maytower Hotel

Ebenso wenig nach Plan verlief der nächste Morgen. Während wir 3 Bangkoker Freitagnacht gegen 2h erst unsere Zimmer bezogen, haben die anderen beiden Herrschaften bereits das Nachtleben erkundet. Dementsprechend zeitvergeudend waren am nächsten Morgen um 8h früh sämtliche Versuche, die beiden Partykönige zu erreichen. Und so sind Lina, Martin und ich zunächst allein losgezogen, um uns pünktlich bei den Petronas Towern in die Schlange einzureihen.

Petronas Towers

Mit 452 m sind die Petronas Towers die höchsten Zwillingstürme der Welt und auch eine der höchsten freistehenden Türme weltweit (vgl. World Trade Center: 417 m Höhe). Sie beherbergen u. a. den namensgebenden malaysischen Mineralölkonzern Petronas, der die Türme von 1992 bis 1998 erbauen ließ. In 172 m Höhe verbindet eine Stahlbrücke (Skybridge) die beiden Werke. Jeden Morgen ab 8h30 bildet sich eine riesige Schlange im Untergeschoss der Petronas Towers, um 1600 kostenlose Tickets für die Begehung dieser Brücke zu ergattern. Die Tickets gelten jeweils eine Viertel Stunde lang und sind zu einer vordefinierten Zeit einzulösen. Auf diese Weise werden den ganzen Tag über im Viertelstundentakt je 40 Leute auf die Brücke rauf und wieder runter gebracht.

Da die beiden Tower wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit Kuala Lumpurs sind, wollten wir uns die Skybridge nicht entgehen lassen und reihten uns schön brav für einige Stunden in die Ticketschlange ein. Selbstverständlich waren wir so aufopfernd und haben unseren beiden Schlafmützen 2 Tickets mitbesorgt. 14h bis 14h15 war unsere Zeit. Bitte, Jungs.

Da anschließend noch immer keine Nachricht von den Schnapsleichen kam, machten wir uns fortan zu dritt auf den Weg. Ein kleines typisch malaysisches Frühstück überraschte mich mit leckeren Fischköpfen.

Nasi Lemak

Mmmmhhh… Schnell weiter also zum naheliegenden chinesischen Tempel, dem Kun Yam Thong. Im Vergleich zu den thailändischen Tempelanlagen erwartete uns hier mal ein etwas anderes Bild.

Chinesische Tempelanlage Kun Yam Thong

Nachdem der dicke Buddha nun begutachtet war, entschieden wir uns dafür, uns in Richtung des Resorts unserer Kollegen aufzumachen, um dort im Food Viertel einen Mittagssnack zu finden und auf ein Neues unser Glück in punkto Zusammentreffen zu versuchen. Und wie sollte es anders sein? Im Mc’s trafen wir schließlich auf die zwei hungrigen Partylöwen.

Frisch gestärkt überbrückten wir die Zeit bis zur Skybridge mit einem kurzen Abstecher in KLs Chinatown. Von langer Dauer war der Aufenthalt dort jedoch nicht, da der Zeiger sich recht zügig auf die 14h zubewegte.

Skybridge

Als atemberaubend würde ich das Erlebnis Skybridge nicht bezeichnen. Wir standen in einem Glastunnel in 176 m Höhe zwischen dem 40. und 41. Stock und hatten Aussicht auf die Skyline Kuala Lumpurs. Doch nachdem ich nun täglich in Bangkok im 36 Stock arbeite, schon auf dem Empire State Building in NY und jüngst erst auf dem Piek in Hong Kong gestanden habe, hält sich die Faszination beim Anblick einer weiteren Wolkenkratzerstadt mittlerweile in Grenzen. Ferner behaupte ich, dass die Aussicht auf NY, Bangkok und Hong Kong schöner und beeindruckender ist als die KLs – was möglicherweise an der Größe der Stadt liegen könnte. Mit „nur“ rund 2 Millionen Einwohnern ist Kuala Lumpur im Vergleich zu Bangkok (knapp 7 Mio. EW), Hong Kong (7 Mio. EW) und New York (> 8 Mio. EW) eher eine bedeutungslose Kleinstadt.

Doch wie dem auch sei, das Pflichtprogramm wurde erledigt. Ich kann jetzt sagen: Ich war auf den Petronas Towern. 😉

Das nächste Ziel lag rund 13 km nördlich von Kuala Lumpur und heißt Batu Caves. Die Batu Caves sind riesige auf einem Berg liegende Kalksteinhöhlen, in denen sich einige hinduistische Tempel, Figuren und Malereien befinden. Doch solch eine naturistische Schönheit bekommt man natürlich nicht unverdient zu Gesicht. 272 Stufen mussten bei 30 Grad im Schatten und strahlendem Sonnenschein erklommen werden, um die 180 m lange Eingangs-Tropfsteinhöhle zu erreichen.

Hinduistische Figuren der Eingangstropfsteinhöhle

Insgesamt besteht die Höhle aus mehreren mehr und weniger großen und kleinen Höhlen. Überall ragen riesige Felswände in die Höhe. Die Wände im hinteren Höhlenbereich sind grün bewachsen und beherbergen einige kleine süße Äffchen. Am liebsten wäre ich den Affen die Felswand hoch hinterher gekrakselt. Kletterfieber brannte auf. 🙂

Hintere Höhle

Doch so ganz ohne Sicherung schien mir das an den feuchten Wänden doch ein wenig zu risikoreich und ich entschied mich dafür, den Rückweg mit den anderen anzutreten. Das hieß nocheinmal 272 Stufen. Vermutlich war diese Entscheidung jedoch nicht minder risikoreich. Unsere M&M Scherzkekse konnten es sich natürlich nicht nehmen lassen, ein wenig Gotteslästerung in der Heiligstätte der malaysischen Hindus zu betreiben und wurden für das Nachäffen der vierarmigen Götterfiguren promt von dem 43 m hohen hinduistischen Gott Murugan bestraft, der auf dem Vorplatz über die Tempelanlage wacht. Nun wissen wir auch, woher die ganzen Äffchen kommen…

Der böse Murugan

Martin? Markus?

Doch scheinbar hat unser Gott sich einen ordenlichen Fight mit Murugan geliefert und gesiegt. Beim Vortrinken im Park Royal waren wir plötzlich wieder vollzählig.

Dass das Vortrinken in der 5*-Residenz stattfand, war natürlich selbstverständlich. Gäste waren im Hostel z. B. nämlich gar nicht erst erlaubt. Unsere 2 Singis entpuppten sich auch als ausgesprochen gute Gastgeber. Es wurden weitere Gläser sowie Eis geordert und die anzahlmäßig zunächst nicht ausreichenden Gläser wurden den Gästen angeboten. Danke, Jungs. Der Zimmerservice ließ sich jedoch schon so seine Zeit. Verständlich also, dass zum Ende hin ordentlich Nachholbedarf bestand und die gebrachten Gläser – wie unten zu sehen – nun eigentlich nicht mehr benötigt wurden. 😉

Und ich flieg, flieg, flieg… wie ein Flieger!

Unterm Strich war es eine unglaublich lustige Vor-Party, an der sicherlich das gesamte Stockwerk teilhatte. 🙂

Als unsere Liter-Pulle Duty Free Havana Club schließlich vernichtet war, war Clubbing angesagt. Wo? Im Beach Club. Wie Partys gefeiert werden, muss ich euch nun aber sicher nicht erzählen. Nur soviel sei klar: Wir hatten alle mächtig Spaß! (zwinker zwinker, Sven)

An diesem Abend mussten wir uns leider auch schon von unseren singapurianischen Kollegen verabschieden. Da die beiden das Abenteuer in einer ausgedehnten Zugfahrt suchten, mussten die Herrschaften Sonntag schon gg. 14h am Bahnhof sein.

Martin, Lina und ich machten uns am Sonntag früh bei strahlendem Sonnenschein also wieder einmal zu dritt auf, um auf den höchsten Aussichtspunkt der Stadt zu kommen. Mit 421 m ist der Menara Kuala Lumpur der höchste Fernsehturm Südostasiens und der fünfthöchste der Welt. Er steht im Herzen der Hauptstadt auf einem ca. 90 m hohem Berg, sodass sich ein fantastischer Rundumblick ergibt.

Aussicht auf die Twintowers vom Menara KL

In der Eintrittskarte für den Turmkorb sind weitere Attraktionen inbegriffen. Das Ponyreiten konnten wir leider nicht wahrnehmen, da unser Körpergewicht die zulässige Höchstmenge leicht überschritt. Doch durchaus interessant war der Reptilienzoo (gab auch Affen, Hühner und Kakadus; die fand ich aber nicht so spannend) und Spaß gehabt haben wir bei der kostenlosen Formel 1 Simulation.




Reptilienzoo am Menara KL

Boxenstop

Im Anschluss an die Aussichtstour folgte ein kleiner Bummel durch Little India. Beim Mittagessen stellte ich fest, dass ich das indische Essen dem thailändischen doch deutlich vorziehen würde. Unser Plan, anschließend noch kurz den Central Market zu erkunden, fiel auf dem Weg dorthin leider ins Wasser. Und so verbrachten wir die letzten Stunden vor der Rückreise leider bloß im Burger King.

Stundenlanger Wolkenbruch

Zusammenfassend ein planloses aber ereignisreiches spaßiges und auch anstrengendes Wochenende.

Nun wird es Zeit, dass ich meinen Singapur Blog vollende.

Bis alsbald also,

Jessi





Back to Bangkok

15 11 2009

Hello meine Lieben,

um 5 Minuten nach Mitternacht ist das Flugzeug sicher auf thailändischem Boden gelandet.
Nach einer recht zügigen Taxifahrt und einem kurzen Abstecher in den 7eleven der anderen Straßenseite bin ich auch sicher in meinem Apartment angekommen.

Bei der Fahrt vom Flughafen bis in die Residenz erlebten wir eine kleine Premiere. Es war das erste Mal, dass uns eine Frau am Taxisteuer zu Gesicht gekommen ist. Fahrstil? Ich habe so den Einruck, dass war eine der bisher rasantesten Fahrten. 🙂

Es folgte, wie gesagt, ein kleiner Sprung in die US-amerikanische 24h-Mini-Supermarktkette, um noch eben einen kleinen Snack und n bissl was zum Beißen für den kommenden Morgen zu besorgen. Morgen geht es nämlich um 8h schon los, da ein ganztägiges Sales Training ansteht.

Reiseberichte von KL und Singapur kündige ich für Dienstag an.

Bis demnächst,
eure Jessi





Off we go!

13 11 2009

Zeitverschiebung Bangkok – Singapur: +1h
Schon gut angekommen. Gebührend empfangen von dem lieben Markus.
Bis Sonntag also! Eure Jessi

Flugdaten.