Weihnachten mal anders

28 12 2009

Merry X-Mas!

Während ihr daheim Engel in den Schnee zaubern könnt, feiere ich Weihnachten bei 33° C im Schatten, strahlendem Sonnenschein und maximal künstlichen Papier- oder Plastikschneeflocken. Da helfen auch die vielen Christmas Songs an jeder Straßenecke, in jedem Café, jeder Einkaufsmall nicht viel. Echte Weihnachtsstimmung will einfach nicht aufkommen.

Hinzu kommt, dass der Heiligabend sowie die Weihnachtstage hierzulande keine offiziellen Feiertage sind. Und so bin ich tatsächlich sowohl am Donnerstag als auch am Freitag munter ins Büro marschiert.

Heiligabend

9 Uhr – Ankunft im Büro. Wie jeden Tag.
Obwohl scheinbar ein Tag wie jeder andere ist das Office gähnend leer. Viele Deutsche haben sich die heiligen Tage doch frei genommen und genießen das christliche Fest außerhalb unseres Siemens Towers. Und da Weihnachten eben nunmal nur eine Woche vor Silvester liegt, haben auch viele Thais bereits ihren „Winterurlaub“ angetreten.

Für uns stand die Tage jedoch noch jede Menge Arbeit an. Martin und Lina haben ab dieser Woche Montag Urlaub und somit musste letzte Woche einiges noch fertig werden. Schließlich sollte vor deren Urlaub der erste Schwung Sales Materialien in den Druck. Doch ein wenig lockerer sind wir den Tag schon angegangen. 🙂

Bild Hats

Auch das Mittagessen durfte heute ein wenig länger dauern als sonst. In La Villa genoss ich das Christmas Menu. Leckeren Putenbrustsalat als Vorspeise, als Hauptgang eigenartiges aber köstliches Truthahnfilet mit Ei und Gemüse gefüllt, dazu Spinat und hausgemachter Kartoffelbrei. Als Nachspeise wurde sahnige Sahneerdbeersahnetorte mit nem Klecks Sahne serviert. 😉

Nach dem Mittagessen ging es zunächst wieder an die Arbeit. Um 17h jedoch war erneut Abwechslung angesagt. Heute ging es auf das Dach des Turmes, auf den Hubschrauberlandeplatz, Stock 39 oder so…
Eine Hammer Aussicht auf Bangkok. Und das krasse: Es gibt kein Geländer. So ist es schon ein echt cooles Gefühl, in der Mitte des Platzes oder ein paar Meter vom Rand entfernt zu stehen und den Eindruck zu haben, dort vorn in ein paar Metern geht es direkt steil in die Tiefe. Beim Gang ganz an an den Rand ließ der Nervenkitzel ca. ein Meter vor der Kante nach. 😦 Es geht nur 3 Meter tief. Dann kommt eine tiefere Etage mit Mauergeländer. Nichtsdestotrotz verbrachten wir ein sehr lustige Stunde dort oben. Photoshooting war der Plan. Und so entstanden Dutzende coole Fotos vor dem Sonnenuntergang Bangkoks. 🙂

Kleiner Abstecher in Land und Leute: Zu den Hobbys eines jeden Thais gehören Photoshootings. Egal, ob in der Bar, im Kino, im Rastaurant, am Strand, im Land, auf Städtereise oder Dächern – wenn eine Gruppe Thais unterwegs ist, ist mindestens eine Photoshooting Runde garantiert. Kreativ werden verschiedene Posen und Formationen eingenommen und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst 🙂 Die Ideen scheinen den Jungen und Mädels nie auszugehen. 🙂

17h45 – Markus kommt aus Singapur in unserem Tower an. Wir kommen gerade vom Shooting zurück. Wir brechen auf in unsere Residenz, um nach kurzem Entspannen das ehemals weltgrößte Restaurant zu besuchen – das Royal Dragon in Bangkok. Das Restaurant fasst 5.000 Plätze und ist damit so groß, dass die Kellner teilweise auf Rollschuhen unterwegs sind und sich per Seilbahn über einen kleinen See von der einen auf die andere Seite des Restaurants befördern lassen. Auf einer Bühne werden verschiedene Tänze aufgeführt. Leider saßen wir etwas ungünstig, sodass wir sehr steil und schräg auf die Bühne schauten.

So nobel wie einst ist der jahre alte Schuppen nicht mehr. Dennoch war das Essen sehr sehr gut. Wie es sich zu Weihnachten gehört bestellten wir Ente – natürlich mit Reis. 🙂 Die Wartezeit auf das Essen überbrückten wir mit festlicher Bescherung. 🙂 Vor einer Woche schon haben wir Namen gezogen, um heute beim Dinner unsere Wichtelgeschenke auszutauschen. Für mich gab es eine unfassbar große 700g dänische Butterkekse Dose (Dose mit 700g Keksen natürlich). Eigentlich war ich satt, bevor die Ente kam 🙂

Außerdem habe ich heute das erste Mal Frosch probiert. Ich muss schon sagen: Schmeckt nicht schlecht. Gutes helles Fleisch. Bloß ist nur sehr wenig davon an so einem kleinen Schenkel. Ob ich von einem Frosch wohl satt werden könnte???

Gut, dass ich ne fette Ente hatte. 🙂 gesättigt zogen wir anschließend los zur Ekkamai. Wer hätte gedacht, dass die Clubs sooooo überfüllt sind?!?! Ein bissl Party bis das Licht angeht (in Bangkok also um 2 Uhr) und dann ab nach Haus. Morgen ist zwar erster Weihnachtstag, doch wie gesagt, es gab zu tun.

1. Weihnachtstag

Lina macht sich heute früher auf und startet ihren Wochenendtrip nach Laos. Somit bleiben Martin, Markus und ich, um Freitag Abend die RCA unsicher zu machen. Doch auch heute kommen wir zu spät. Tische sind nicht mehr zu finden und die Läden mehr als überfüllt. Nachdem wir uns zig mal durch die Menge geboxt und ständig im Kreis gehend nach einem freien Tisch gesuch haben, mussten wir einsehen, dass die Chance auf eine Pulle gleich Null war.

Abstecher die Zweite: In Thailand werden keine einzelnen Longdrinks oder dergleichen im Club bestellt. Sondern es wird direkt eine ganze Flasche Schnaps mit diversen Getränken zum Mischen geordert. Nen Kübel Eis und ausreichend Gläser kommen ebenso dazu. Für den Fall, dass die Flasche an einem Abend nicht geleert werden kann, wird der Pegelstand markiert und die Flasche zurückgestellt. Beim nächsten Besuch wird von der Flasche weitergetrunken. Diese Gewohnheit führt dazu, dass die wenigsten Clubs freie Tanzflächen haben, sondern dass die ganzen „Tanzflächen“ (wie in Mexiko übrigens auch by the way ;)) mit Tischen zugestellt sind, um die sich die Gruppen tummeln und auf denen die Flaschen, Gläser und Eiskübel gestellt werden. Wer keinen Tisch hat, hat keine Chance. Sich irgendwo reinzuquetschen macht keinen Sinn. Ihr könnt euch nicht bewegen. Dort stehen zu bleiben, wo etwas mehr Platz zu sein scheint, macht auch keinen Sinn. Denn dann steht ihr sicherlich im Gang.

Nachdem wir nun ewig lang durch das Gedränge gedrungen sind und ich mir einen Hüfthieb nach dem anderen holen durfte, bin ich dann auch heim. Meinem Rücken waren die Club etwas zu voll.

2. Weihnachtstag

Früh morgens ging es los zum Busbahnhof. Nach den harten ersten Weihnachtstagen war Entspannen dringend nötig. Gut, nah, günstig, Koh Larn. Gleiche Insel, gleicher Strand wie vor zwei Wochen. Sonnenbaden, Meerbaden, leicht und lecker essen. Am Abend schlenderten wir die Promenade von Pattaya entlang. Doch ich war dankbar, mir das eigentliche Nachttreiben hier nicht anschauen zu müssen. Die Kinderporno CDs an den Marktständen haben mir gereicht. Blond, Brunette, dünn, dick, westlich, asiatisch. Super Sache. *thumbs-up* ihr alten Säcke! Kurz nach Sonnengang traten wir den Heimweg an. Eine Bekannte brachte uns zurück nach Bangkok und kam gleich noch mit zur Khao San. Hier tranken wir ein Gläschen im Biergarten, um anschließend die Brick Bar zu erkunden. Die Brick Bar ist vermutlich der einzige Schuppen, oder zumindest einer der wenigen Schuppen, in denen sich nur Thais rumtummeln. Und wer bisher dachte, Thais seien steif, der wird hier eines besseren belehrt. Dass in den üblichen Clubs nicht so viel Bewegung herrscht, ist vermutlich auf die Enge zurückzuführen, die es jedem eigentlich unmöglich macht, sich zu bewegen. Doch hier in der Brick Bar geht die Post ab. Auf den Tischen, auf dem Boden, auf den Stufen. Hier herrscht Ramba Zamba! 😀 Somit wurde der Abend doch noch richtig spaßig! 🙂

Und als ich nach Hause kam, konnte ich pünktlich zu Weihnachten noch mein riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesen DHL Päckchen auspacken. 🙂

3. Weihnachtstag 😉

Also: Sonntag erstmal ausschlafen und dann? Shoppingtour!!! Wir können unseren Singapurianer Markus schließlich nicht ins Rekord BIP Land zurück fliegen lassen, ohne ihm vorher aufs Bangkoks 1000 Märkten die Chance zum Schnäppchen jagen zu geben! Und so hieß es zunächst Chatuchak Weekend Market. Erinnert ihr euch? Der Markt, auf dem es alles gibt und der sooo groß ist, dass ich mich wunderbar verlaufen kann. 😉 Stundenlang wurde hier geschlendert, T-Shirts, Badehosen und Souvenirs erstanden. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirgendwann ging es zum Siam Square, um die letzten Schnäppchen im MBK zu schlagen. Das MBK ist ein Markt auf sechs Etagen, oder so. Auf jeden Fall sind es einige. Pro Etage andere Branche – von Handys über Souvenirs und Foodcourt bis zu Kleiderware.

Martin verlässt uns vorzeitig. Seinen nächsten Besuch empfangen. Für mich steht nun Massage auf dem Programm. Dieses Mal nur Füße, Nacken, Rücken, Kopf. Sehr sehr gut 🙂

So liebe Leute. Das war also mein Weihnachten. Und wie lief es bei euch?

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Khao San

21 12 2009

Nein, diesmal ist es nicht der Name einer traumhaften Insel.

Die Khao San Road ist eine – wenn nicht die – Partymeile Bangkoks. Sie bietet eine Vielzahl günstiger Übernachtungsmöglichkeiten, jede Menge Kneipen, Restaurants und einige Clubs, Reisebüros, Schneider, Souvenirläden etc. und 7-Eleven Geschäfte an jeder Ecke. Hinzu kommen unzählbar viele Straßenhändler, die die Khao San in einen einzigen riesigen Nachtmarkt verwandeln.

Khao San Road

Nach der durchzechten Freitagnacht, ließ ich es mir dort am Samstagabend mit ein paar Kollegen gut gehen. Chillig gingen wir den Abend draußen in einer Bar bei einem kleinen Snack und Cocktail an.  Noch chilliger wurde es, als wir in eine indische Bar wechselten.

Orientalischer Flair in indischer Shishabar

Hier sorgte die Klimaanlage ausnahmsweise nicht für Eistemperaturen, sondern es war endlich auch mal drinnen angenehm warm. Draußen müssen die Schuhe ausgezogen werden, denn gesessen wird auf dem Boden. Dünnen Sitzmatten und Kissenrollen sorgen für Gemütlichkeit. Und so lässt sich der orientalische Zauber bei ruhiger Musik mit leckeren Cocktails sehr gut aushalten.

Shisha Erdbeere

Eine auswahlreiche Speisekarte verführte mich dazu, eine kleine Chicken Köstlichkeit mit indischem Brot zu bestellen. Eigentlich hatte ich gar keinen Hunger, doch wenn ich sage, die Speisekarte hat mich verführt, dann meine ich das tatsächlich so. Der Erläuterungstext zu jedem Gericht beinhaltete nicht etwa die Zutatenliste, sondern lockte mit Phrasen wie: „Einmal gekostet werden Sie sich nach diesem Gericht immer wieder sehnen. Viele unserer Kunden finden allein des Gerichtes wegen stets aufs Neue den Weg in unsere Bar.“ Oder wie „Wenn Sie das erste Mal unsere Küche kosten, dann ist dieses Gericht der richtige Einstieg in die Malaka Welt.“ Oder wie „Sie können sich nicht entscheiden? Dann wählen Sie dieses Gericht“, „Paradies für Ihren Gaumen…“ Oder oder oder… Ich bestellte unter der Kategorie Chicken – Nummer 3, das Bild sah appetitanregend aus. Und gelogen hat die Karte nicht. Das Essen war sehr sehr gut. 🙂

Alex & Thomas

Um beim Shisha und Ambiente genießen nicht in eine gemütserholende Trance zu fallen, war für weitere Unterhaltung gesorgt. So konnten wir unsere Gespräche bei einer lockeren Partie „Vier gewinnt“ oder beim Türmchen bauen führen.

Klappt nicht ewig… Aber umfallen ist ja Sinn des Spiels.

Aber Vorsicht! Gebührt dem Spiel zu viel Konzentration, kann es die netten Pläuschchen einfrieren und für permanente Spannung sorgen. Denn wenn schon seit Runden nur noch eine Ebene berührt werden darf, wirds interessant. 🙂

Rekordverdächtig

Gegen Mitternacht schafften wir es, uns hochzuraffen und traten getrennte Wege an. Während die Hälfte aufgrund des vorigen Abends noch etwas schwächelte, zog ich mit Thomas und Andreas auf ein letztes Bier los. Aus dem letzten Bier wurde ein Litereimer Mai Thai und aus maximal 2 Uhr wurde letztlich 3 Uhr. Doch der Abend brachte noch einige Amüsements.:) Das späte Heimkehren lohnte sich vollkommen. Wir saßen erneut draußen an der Straße in einer Bar und beobachteten das Treiben der Khao San.

Eines steht fest: Typisch Thai ist diese Straße nicht. Mehr Touristen aus aller Welt tummeln sich hier als thailändische Landsleute. Und die vielen einheimischen Mädels, die sich hier herumtreiben, sind alles andere als traditionell. Zwar sind die wenigstens hier auf geldbringende Nächte aus, doch Falangs (Ausländer) aufreißen ist auch hier oberstes Ziel. Die Aussicht ist allerdings schon eine andere. Hier suchen thailändische Mädels eher nach festeren Beziehungen.
Enttäuschungen und Treue sind ein anderes Thema. 🙂 Mit dieser Erkenntnis geht ein weiterer Abend auf sein Ende zu. Um ca. 3 Uhr geht es mit dem Taxi in die Residenz zurück.

Angeschnallt – Und eines noch: Auf dem Heimweg bin ich das erste Mal in Bangkoks Taxis hinten angeschnallt gewesen. Für gewöhnlich fehlen entweder Gurt, oder Gurt-Einsteck-Dingens oder beides. Zum ersten Mal erlebte ich hier ein vollständiges Gurtsystem. 🙂

In diesem Sinne,

viele Grüße,

Jessi





Tonight’s gonna be a good night…

19 12 2009

Gerade zurück meine Lieben,

heute wurde die verpasste Geburtstagsparty vom Montag nachgeholt.

Zunächst ein wenig vortrinken und beisammen sitzen daheim, dann ab zur Clubmeile RCA ins Slim. Da wir recht spät dran waren, sind drinnen leider keine Tische mehr zu ergattern gewesen. Also machten wir es uns draußen in den Sesseln gemütlich, lernten Tobi kennen, der leider alle seine Freunde verloren hatte, und chillten bis das Licht anging. Geordert wurde eine Flasche Whiskey mit Cola und Soda.
Natürlich war die am Ende leer 😉
Wie in Thailand üblich und gesetzlich eigentlich vorgeschrieben, war um zwei Uhr die Party vorbei. Doch bevor wir gingen, gab es noch einiges zu Lachen. 😀 Zu siebt belagerten die Kellner unseren Tisch. Sie hatten bemerkt, dass wir einen Thai sprechenden Deutschen unter uns hatten. So etwas freut die Thais immer sehr und so wurden Späßchen gemacht und alles, was die sieben über Deutschland je gehört oder gesehen hatten, wurde in den Raum geworfen. Ballack, Podolski, Bayern …. 🙂

Die Uhr zeigte 2 Uhr. Nach Hause?
Ach iwo! Nun ging es weiter in den After Hour Club Boss. Hier wird das Tanzbein noch bis 5h früh geschwungen. Ein schicker Laden. Nicht zu teuer, nicht zu günstig, nicht zu voll, nicht zu leer, die Musik ist top, die Location cool. Das Publikum? Nutten und Farangs 🙂 (Farang ist der thailändische Begriff für in Thailand lebende Ausländer).
Es ist schon echt krass anzuschauen, wie die ganzen Mädels sich auf der Damentoilette billig zurecht machen. Mit Rock (so knapp wie möglich) und Oberteil (so wenig Stoff wie möglich) präsentierten sich die jungen Damen. Stets in der Hoffnung, einen der reichen Falangs zu ergattern. Doch immerhin ist der Club nicht von alten haarigen Dickbäuchen überfüllt. Dieser Club bietet den jungen thailändischen Mädchen Kerle adäquateren Alters.

Und endlich: Einmal ein Abend ohne von aufdringlichen Schwarzen belästigt zu werden. Heute hätte ich einen Finnen haben können.

Nun muss ich aber echt erstmal ins Bett. Morgen gibt es dann Tokio Infos.
Bis dahin, gute Nacht,
eure Jessi





Ko Lan

7 12 2009

Hihi. Heute hab ich frei gehabt! 🙂 Weil der König am Samstag Geburtstag hatte.

Und wie die Thais so sind… Weil Samstag ja für die meisten eh frei ist, wird der Feiertag eben auf den nächsten Arbeitstag verschoben – also auf diesen Montag.


Und was habe ich mit meinem freien Tag angestellt?
Ja ja 🙂 Sommer, Sonne, Strand und Meer!
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Um halb acht in der früh bin ich aufgebrochen und in etwa drei Stunden für ca. 3 € auf die Insel Ko Lan vor der Küste Pattayas gefahren (An Pattaya erinnert ihr euch? Die Hochburg für ***tourismus in Thailand? Das erste Wochenende waren wir dort und ich hatte berichtet…).

Von Pattaya mit der Fähre rüber

Nun gut, den überfüllten Strand von Pattaya haben wir uns heute nicht angetan. Mit der Fähre ging es hinüber zur Insel. So wie Mallorca von Deutschen übersät ist, so schien Ko Lan komplett von Russen besetzt. Der Strand, an dem das Boot ansetzte, war ca. 5 Meter lang. Nur zwei Reihen Liegen fanden auf ihm Platz und dementsprechend stand Liege an Liege, dicht an dicht. Hinter dem Strand waren Restaurants, Bars, Märkte, Läden etc. – alle endlos überfüllt, sodass man kaum einen Fuß vor den anderen setzen konnte. Da half es auch nichts, dass das Wasser verführerisch glasklar war. Wir mussten weg.

Mit dem Tuc Tuc ging es also in fünf Minuten an einen anderen Strand. Es ist mir ein Rätsel… Der Strand ist dreimal so lang, das Wasser ebenso klar, es gibt weniger nervige Strandhändler, nettere ruhigere Lokale und trotzdem fanden nur wenige Menschen den Weg dorthin. Worüber ich mich nun aber nicht beschweren will. 🙂

Denn so hatte ich einen ruhigen erholsamen Tag, konnte in der Sonne und im Schatten dösen, bis zum Hals im Wasser stehen und immernoch meine Füße und die Wellen im Sand erkennen…
Zwischendurch gab es einen leckeren Cocktail – einen Mai Thai versteht sich, serviert in einer Ananas, beschmückt mit Blümchen, Limette und Erbeere. 🙂

Lecker Mai Thai – an die Liege serviert

Mit diesen Worten sende ich euch allen beste Grüße aus dem Land des Lächelns,
bis demnächst,
eure Jessi





Artikel überarbeitet

6 12 2009

Beim BBQ Artikel habe ich zwei Bilder ergänzt.





Die spinnen, die Thais…

6 12 2009

Warum müssen die Asiaten ihre Tempel und dergleichen eigentlich immer auf Bergen bauen?
315 Stufen bin ich heute schon wieder rauf… und wieder runter… um den Golden Mount hier in Bangkok besichtigen zu können.

Stufen zum Golden Mount


Golden Mount

Der Tempelberg soll an die 100 Meter hoch und 500 Meter breit sein. Um ihn herum winden sich die Stufen bis ganz nach oben. Von dort aus sah Bangkok recht übersichtlich aus. 😉
Drei verschiedene Könige sollen an dem Golden Mount bis zu seiner Vollendung gearbeitet haben.

Democracy Monument

Was passiert eigentlich, wenn bei uns in Deutschland die Kanzlerin Geburtstag hat? Steht dann auch das ganze Volk auf den Beinen? Trägt dann auch das ganze Volk drei Tage lang rosa Poloshirts mit „Ich liebe die Kanzlerin“- Aufdruck? Werden dann auch „Gute Wünsche für den König“ von Einheimischen und Ausländern auf kleinen Kärtchen gesammelt? Findet dann auch ein riesiges Feuerwerk in unserer Hauptstadt statt, das ganz Deutschland live oder im Fernsehen verfolgt? Werden Straßen und ganze Stadtbezirke abgesperrt und wild beleuchtet?

Licherspiele zum Geburtstag der Majestät (Das ganze Viertel rund um das Democracy Monument war abgesperrt)

Die Spinnen die Thais… 🙂
Aber nett anzusehen war es schon – das Trara um den 82. Geburtstag des thailändischen Königs. Am 5. Dezember hat er.





Krabi Bilder on!

6 12 2009

Hallo zusammen!

Ab sofort sind die ersten Krabi Bilder bei Flickr online.
Als Diashow findet ihr sie hier.
Das Album findet ihr unter diesem Link.


Kleine geografische Info noch am Rande: Krabi bezeichnet eine ganze Provinz im Süden Thailands.
Landschaftlich ist sie durch viel viel Wald, ca. 120 km Küste und zahlreiche Kalksteinberge gekennzeichnet.
Insgesamt gehören zur Provinz Krabi in etwa 130 Inseln. Viele davon wurden 2004 durch den Tsunami stark verwüstet.

Durch die vielen teilweise einfach nur aus dem Meer herausragenden Kalksteingipfel ist Krabi weltweit als attraktives Ziel bei Kletterern bekannt. Neben dem gewöhnlich gesicherten Klettern am Festlandfels (so wie wir das gemacht haben) gibt es auch viele Möglichkeiten, ohne Sicherungsseil an den Bergen im Meer zu klettern. Wer abstürzt, wird nass. 😉

Alex und ich waren am Railey Beach. Das ist ein kleiner Festlandzipfel, der quasi wie eine Insel ins Meer hinausragt und somit Ost- und Westküste hat. Er ist nur ein paar Hundert Meter breit und lang und durch Berge und Wald vom restlichen Festland abgeschnitten. Deshalb führen keine Straßen zum Railey Beach und er ist wie eine Insel nur per Boot zu erreichen. Die Überfahrt bei Nacht war im Übrigen grandios. 🙂 Bei den riesigen waldbewachsenen Felsen an der Seite fehlten nur noch die Krokodile im Wasser, dann wäre es sicher das Feeling einer Flussfahrt im Dschungel gewesen. 🙂
Vom Tsunami blieb der Railey Beach damals verschont – gut geschützt durch die davor liegenden Inseln.

Viel Spaß nun beim Durchstöbern meiner Bilder!
Eure Jessi