Koh Phi Phi

14 10 2014

Der Tag begann um 05:30 Uhr. Aufstehen, Rucksack packen und Abfahrt vom La Laanta Resort um 07:00 Uhr in Richtung Koh Phi Phi. Die Fahrt zum Pier, welche wir über unser Hotel gebucht hatten, war abenteuerlich. Der Fahrer heizte rasant mit seinem Pritschenwagen über die schmalen, holprigen Straßen der Insel. Unterwegs haben wir noch einige andere Fahrgäste aufgesammelt. Jede Sitzmöglichkeit wurde ausgenutzt, die Koffer auf das Dach geschnallt und los ging’s in den Norden.

Kaum am Pier angekommen ging es für uns direkt aufs Boot nach Koh Phi Phi. Vernünftige Sitzplätze gab es keine, aber wir haben es uns vorne am Bug bequem gemacht und die Sonne und den Fahrtwind genossen.

Bootsfahrt nach Phi Phi

Nach unserer Ankunft auf Koh Phi Phi waren wir so geflasht von den vielen Booten, Touristen, aufdringlichen Straßenverkäufern und Taxianbietern sowie dem Dreck und teilweise Gestank, dass wir zu Fuß zum nächsten Strand Hat Hin Khom marschiert sind, wo wir unsere Unterkunft fanden.

Phi Phi Andaman Legacy

Phi Phi Andaman Legacy

Nach dem Check-in machten wir uns direkt auf den Weg zum View Point, um dort vor den vielen Touristen anzukommen. Nach gefühlten 50.000 Betonstufen durch das vermüllte, stinkende Hinterland und vorbei an etlichen Hotelbaustellen erreichten wir bei gefühlten 40 Grad den View Point. Die Aussicht war die Strapazen wert.

Links Ao Ton Sai (da ist das Pier), rechts Ao Lo Dalam

Links Ao Ton Sai (da ist das Pier), rechts Ao Lo Dalam

Für eine Abkühlung abseits der Menschenmassen zogen wir los zum Rantee Beach auf der anderen Seite der Insel.

Hier geht's zum Rantee Beach

Hier geht’s zum Rantee Beach

Gute Reise

Gute Reise

Wir kämpften uns über einen schmalen Trampelpfad quer durch den Dschungel.

Dschungel Koh Phi Phi

Kurz vor dem Ziel, völlig entkräftet, passierte es…

Aua

Einmal nicht aufgepasst, und schon war Mandy weggerutscht und umgeknickt. Aua!

Obwohl der Strand tatsächlich schön und leer war, haben wir das nächstbeste Bootstaxi zurück genommen, um die Wunde anständig zu versorgen.

Rantee Beach: glasklares Schnorchelwasser

Rantee Beach: glasklares Schnorchelwasser

Auf dem Bootstaxi

Auf dem Bootstaxi

Da Baden im Meer für heute nicht mehr drin war, bummelten wir ein wenig an der Strandpromenade. Souvenirstände, sonstige Geschäfte, Restaurants, Cafés und Bars reihten sich hier aneinander. Zum Abendessen gab es lecker Pasta im Pirate House.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder bereits um 05:30 Uhr. Doch der muslimische Gebetsgesang weckte uns bereits eine halbe Stunde früher. Um 07:15 Uhr trafen wir wie am Vorabend auf dem Rückweg zum Hotel vereinbart am Aquanauts Scuba Diving Center ein.

Aquanauts Scuba Diving Center

Aquanauts Scuba Diving Center

Nach einem kurzen Briefing ging es dann aufs Tauchboot. Mit uns auf dem Boot war lediglich ein weiteres Pärchen aus der Schweiz. Mit nur vier Tauchern und zwei Guides hatten wir also eine echte Luxussituation. Zum Tauchgang teilte sich die Gruppe nochmals auf, sodass ein Guide je zwei Taucher verantwortete. So sollte es auch sein, da Mandy noch gar keine Taucherfahrung hatte. Andernfalls hätte Jessi diesem Trip nie zugestimmt. Auf dem Boot erfuhren wir sogar noch von dem anderen Pärchen, dass diese Tauchbasis auf Koh Phi Phi zurzeit die Nummer eins lt. Tavelguide sein soll. Leider haben wir keine wasserfeste Kamera dabei gehabt, also gibt es kaum Fotos.

Equipment vorbereiten

Equipment vorbereiten

Dank unseres Guides mit seiner Ruhe und Geduld war Mandys anfängliche Skepsis, unter Wasser ausreichend atmen zu können, schnell verflogen. Und so schaffte auch Mandy schnell die üblichen Übungen: Atemregler unter Wasser aus dem Mund und wieder rein sowie Wasser aus der Maske pusten.

Die Unterwasserwelt war atemberaubend. Bei insgesamt zwei Tauchgängen haben wir unzählig viele blaue und gelbe Seesterne gesehen, Seeigel, Kofferfische, Drückerfische, Papageifische, Blaupunkt-Flötenfische, Clownfische, eine giftige Seeschlange (banded sea snake), Schwärme von Gelbrücken-Füsiliers, drei Moränen und zwei Schwarzspitzen-Riffhaie. Einfach fantastisch!

Probleme gab es keine. Im Gegenteil: Bei Jessi hat die Tarierung außerordentlich gut geklappt und auch Mandy hat ihre Höhe bzw. Tiefe für die ersten beiden Tauchgänge sehr gut halten können. Nur beim Safety Stop brauchte sie etwas Hilfe. Beide Male sind wir 54 Minuten unter Wasser gewesen, was für einen Anfänger bei einem gewöhnlichen 12-Liter-Tank ebenfalls eine super Leistung ist. Dafür gab es auch entsprechend Lob von unserem Guide.

Von unserem Tauchboot aus konnten wir auch einen Blick auf die durch den Film „The Beach“ berühmt gewordene Maya Bay werfen.

Maya Bay

Maya Bay

Der Strand war maßlos überfüllt. Laut unserer Guides war das allerdings noch gar nichts. Wir glaubten ihnen, da wir am Horizont neun weitere anrasende Speedboote zählen konnten, die noch mehr Touristen zum weltberühmten Strand schipperten.

Nach dem Taucherlebnis blieb uns nicht mehr viel Zeit bis es per Fähre weiterging: zurück nach Phuket – unserer letzten Station auf dieser Reise.

Boot nach Phuket_1

Boot nach Phuket_2

Am Pier angekommen waren wir zunächst völlig überfordert. Es wimmelte von Anreisenden und Taxianbietern; es herrschte ein Gedränge und Geschreie, das kaum auszuhalten war. Wir flüchteten zunächst mal etwas aus der Menschenmasse, um uns zu sortieren. Unser Tauch-Guide hatte uns empfohlen, nicht auf die aufdringlichen Taxianbieter einzugehen, sondern ein wenig abseits die offiziellen und günstigeren Taximeter-Taxis zu nutzen. Leider fanden wir diese nicht und baten nach kurzer Suche einen Polizisten um Hilfe. Da er ursprünglich Engländer war konnten wir uns glücklicherweise gut verständigen.

In der Zwischenzeit hatten sich die Menschenmassen aufgelöst. Nach nur geschätzten zehn Minuten war der Pier wie leer gefegt. Auch der Polizist teilte uns mit, dass nun leider kein Taxi mehr da sei und suchte freundlich mit uns nach einer Lösung. Die beste Option schien es zu sein, den Taxifahrer anzurufen, der uns damals vom Flughafen zum Hotel gefahren hatte. Ihm am Telefon zu erklären, wo wir denn genau seien, war allerdings nicht so einfach. Der Polizist nannte uns Sea Angels als den Namen des Piers, was dem Taxifahrer natürlich nichts sagte. Also erklärten wir ihm, dass wir gerade mit der Fähre von Koh Phi Phi angekommen waren. Daraufhin bestätigte er uns, in 20 Minuten da zu sein.

Während wir auf unser Taxi warteten, buchten wir unser Hotel für die letzten Urlaubstage. Als wir damit fertig waren, klingelte das Telefon: Unser Taxifahrer fragte uns, wo genau wir denn seien. Er sei jetzt da. Nach kurzer Diskussion stellte sich heraus, dass der Fahrer am falschen Pier war. Also nannte ich ihm den Thai-Namen unseres Piers, den ich mittlerweile aus unserem Reiseführer rausgesucht hatte. Der Taxifahrer beklagte sich, dass wir ihm den Namen nicht vorher schon genannt hatten und versprach, in fünf Minuten da zu sein.

Nach weiteren 10 Minuten waren wir mit dem Polizisten allein am Pier. Der Polizist bat uns, den Taxifahrer noch einmal anzurufen, da er längst hätte da sein müssen. Denn der Polizist vermutete, dass der Taxifahrer an einem nahen Pier war, an dem auch täglich Fähren von Koh Phi Phi ankommen. Das dritte Telefonat ergab, dass der Taxifahrer schon wieder an einem falschen Pier stand. Ich fragte ihn nach dem Namen des Piers, an dem er nun stand. Wie zu erwarten war es nicht der Thai-Name, den ich ihm zuvor genannt hatte. Auf die Bitte des Taxifahrers, einen Thai sprechen zu können, reichten wir den Hörer an den Polizisten weiter, der diese Rolle übernahm und nun versuchte, dem Taxifahrer auf Thai den Weg zu beschreiben.

Da auch der Polizist dem Taxifahrer nicht erklären konnte, an welchem Pier wir uns befanden, vereinbarten sie einen Treffpunkt nahe der Polizeistation. Der Polizist musste zurück zu seiner Station und bat uns daher, mit ihm mitzufahren, weil es am Pier für Touristen allein zu gefährlich sei. Auf dem Weg zur Polizeistation und in deren Nähe entdeckten wir weit und breit keinen Taxifahrer. Somit entschlossen wir uns, in einem auf dem Weg liegenden Hotel nach einem Taxi zu fragen. Denn mittlerweile hatten wir ein schlechtes Gewissen dem unglaublich hilfsbereiten Polizisten gegenüber – auch wenn er uns mehrfach bestätigte, dass das kein Problem sei und nicht unsere Schuld. Auf diese abenteuerliche Art und Weise gelangten wir schließlich in unser Hotel.

Dort angekommen erwartete uns die nächste Herausforderung. Die Rezeptionistin konnte unsere Buchung nicht finden. Auch unsere Bestätigungs-Emails halfen ihr nicht weiter. Anstelle zum Telefonhörer zu greifen und das Problem in einem kurzen Gespräch zu klären, tippte sie unzählige Nachrichten in ihr Smartphone. Nach 45 Minuten am Check-in-Schalter war unsere Geduld am Ende und wir forderten Sie etwas bestimmter auf, uns endlich einzuchecken. Nach weiteren fünf Minuten bekam sie es dann endlich hin.

Der Room-boy nahm am Empfang unser Gepäck entgegen und brachte uns zu unserem Zimmer. Dort angekommen waren wir positiv überrascht von der Größe und Ausstattung des Zimmers.

Schlafbereich

Schlafbereich

Badezimmer

Badezimmer

Wir waren uns plötzlich nicht mehr sicher, ob das unsere gebuchte Zimmerkategorie war, und überprüften es im Internet. Der Meerblick fehlte, aber sonst passte alles.

Nach diesem ereignisreichen und abenteuerlichen Tag gönnten wir uns beim Abendessen noch einen Cocktail und fielen dann erschöpft ins Bett.

Vorspeise: Feta auf Tomaten mit Ananas-Tomaten-Rosinen-Beilage

Vorspeise: Feta auf Tomaten mit Ananas-Tomaten-Rosinen-Beilage

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