Countdown

6 02 2010

Hallo liebe Freunde, Verwandte und Bekannte,

ich sitze hier gerade gemütlich auf meinem Balkönchen, genieße die pralle Nachmittagssonne und den Blick grüne Hintergärten und auf den glitzernden Fluss (und auf den Siemens Tower, aber der kann mich mal, hab ja jetzt zwei Wochen Urlaub :)).

Schöne Aussicht

Lang ist es also nicht mehr hin, dann bin ich auch schon wieder daheim im kalten Deutschland. Noch eine Woche frei für mich, noch eine Woche super Urlaub mit meinem Cousinchen, noch vier Tage „arbeiten“ (wird sicher sehr organisatorisch werden) und dann geht es ab in den Flieger zurück.

Somit heißt es, die letzten paar Wochen noch mal in vollen Zügen genießen und noch so viel wie möglich mitnehmen. Und so war auch das Programm für die letzten Abende gut durchgeplant.

Nachdem das Wochenende durch das Culture One Festival ja nun recht viel Spaß und Unterhaltung bot, war am Montag erst einmal einstündiges Relaxen angesagt. Liz und ich haben uns eine schöne Schulter-Nacken-Rücken-Kopf-Massage genehmigt. Obwohl… schön… naja… Zimperlich war die gute Thaidame nicht. Sie drückte, es knackte, es schmerzte, aber danach 🙂 wie neu geboren!

Der Dienstagabend wurde, sagen wir, anders entspannend. Direkt nach der Arbeit haben wir uns aufgemacht, die in allen Reiseführern hoch gepriesene Vertigo Skybar zu besuchen. Auf dem Dach eines Hotels gelegen bietet sie einen fantastisch freien Ausblick auf Bangkok. Es gibt gemütliche Sitzgelegenheiten, gratis Erdnüsse und einen Live-Keyboardspieler und -Sänger. Die Cocktailpreise sind für Bangkoks Verhältnisse natürlich sehr hoch und erreichen mit ca. 6-10 € durchaus höhere deutsche Preise. Aber wo bekommen wir in Deutschland schon eine solche Sicht geboten? 🙂

Vertigo Skybar

Mit Live Musik

Schöner wäre die Bar noch, wenn diese riesen Säule nicht in der Mitte stünde. Denn dann wäre ein Rundum-Blick geboten. So kann man wie auf vielen Aussichtstürmen im Kreis herum gehen und nur in eine Richtung das Lichtermeer der Stadt betrachten.

Am Mittwochabend musste endlich einer der noch vielen ausstehenden Clubs in den Prüfstand genommen werden. Also: Direkt nach der Arbeit in die Sukhumvit Soi 11 ins Old German Beerhouse, um ne Kleinigkeit (2 große Bratwürste, Sauerkraut und Kartoffelsalat) zu essen, anschließend auf einen Drink ins Cheap Charlie – einer freaky Außenbar, in der lauter Penisse in die Baumstamm-Sitzbänke geritzt sind – und dann ab in den empfohlenen Bed Supperclub. Es war Ladies Night und so ersparten wir Ladies uns die 600 Baht Eintritt und bekamen zusätzlich noch zwei gratis Cocktail-Getränkecoupons.

Bed Supperclub

Der Club ist weiter zu empfehlen. Es gibt zwei Bereiche (black & white) mit je einer Tanzfläche mit Stehtischen und rund herum auf 2 Etagen bequeme große Couchs und Tischchen. Passend zur Electro Dance Musik legte sich der coolste Thai Drummer ever mächtig ins Zeug! 😀 (der hatt übrigens auch Holzpenisse an seinem Trommelmix hängen) Eine Bar oben und je eine Bar unten sorgen für die Durstlöschung.

Ist der geil oder was?!

Für Donnerstag standen eigentlich die Tapas Bar sowie eine Ping Pong Show auf dem Programm. Doch da wir recht spät aus dem Office zurück sind, fiel das leider aus.

Gestern haben wir unseren Kollegen Pete verabschiedet – einen Thai Intern des Sales Teams. Er ist Chinese und wird demnächst im Betrieb seiner Eltern weiterarbeiten. Viele in Thailand lebende Chinesen haben ihr eigenes Geschäft. Es ist durchaus üblich, dass die Kinder gut ausgebildet werden, etwas Erfahrung in größeren Unternehmen sammeln, und dann in das Familienunternehmen zurückkehren. Zum Abschied waren wir jedenfalls in einem sehr guten chinesischen BBQ Restaurant in der Thong Lor Soi 18. Ich glaube, es kostet 450 THB (ca. 9 €). Inklusive war ein 2-stündiges all-you-can-eat-Buffet. Jede Menge Fleisch, Fisch & sonstiges Meeresungeziefer, Gemüse, Obst, Salat, Eiscreme und alkoholfreie Getränke waren im Angebot. Die Tische waren alle mit einem kleinen Grill in der Mitte versehen. Lecker!

Und heute? Ja, heute plane ich meine freie Woche. Ich denke, heute Abend geht es mit den Nachtzug nach Ko Tao, um von Montag früh bis Mittwoch zusammen mit den beiden Spaniern vom letzten Freitag einen Tauchschein zu machen. 😀 (Ja, Mami, da gibt es Haie. Aber die fressen mich nicht.  Hoffe ich…)

Ich verschwinde demnächst also mal wieder auf eine Insel und wir hören uns am Ende nächster Woche wieder. 😉

Bis dahin,
eure Jessi





Q Club, Japan Curry und GOYP

23 01 2010

Heute ein knapper Bericht über die erwähnenswerten Abende der vergangenen Woche.
Ich beginne letztes Wochenende. 😉

Samstagabend: Q Bar Bangkok

  • in einigen Reiseführern empfohlen (in meinem Marco Polo nicht)
  • Club und Bar in einem
  • bekannt für hohe Preise (16 € Eintritt inkl. 2 Freigetränke) und ausländisches Publikum

Mein Fazit: Moderne, elegante, noble Einrichtung. Vor 23.30 Uhr braucht man hier jedoch nicht aufzukreuzen. Um gemütlich bei ein paar Drinks zusammen sitzen zu können, ist es zu laut. Zum Feiern zu leer. Erst gegen halb zwölft füllt sich der Laden. Die Musik ist cool, die Leute eigentlich auch. Thais gibt es hier wie im Reiseführer beschrieben jedoch kaum. Immerhin hat die Bar, der Club, whatever, bis 3 Uhr geöffnet und schließt nicht schon zur in Thailand üblichen Sperrstunde um 2 Uhr. Somit stehen relativ hohe europäische Preise alternativen Partyzeiten gegenüber. Schulnote: 2 als Club, 5 als Bar.

Q Bar um 22h – laut und suuuuper lustig wie ihr seht

Montagabend: Japanisch Essen

  • kleines Restaurant in der Thong Lo Soi 19, von meinem Chef für ein After Work Dinner vorgeschlagen
  • bekannt für seine guten Eiernudel-Suppen (ramén)

Mein Fazit: Gut und günstig. Wir aßen paniertes Schweineschnitzel in Currysauce. Die leicht scharfe Soße war der reinste Gaumenschmaus. Ebenso gut der warme japanische Reiswein (Sake) nach dem Essen. Aus einer kleinen Porzellankaraffe wird in schnapsglaskleine Porzellanbecherchen gegossen. Dieser Japaner ist definitiv noch einen weiteren Besuch wert. Schulnote: 1 für Wein und Currysauce.

Dienstagabend: GOYP Neujahrsempfang

  • GOYP – German Open Young Professionals, gegründet u. a. von meinem Chef
  • ein ehrenamtlicher Verein, der regelmäßig Events veranstaltet, um das Netzwerk Deutscher in Bangkok zu fördern

Am Dienstagabend war im Hilton Hotel neben den beiden GOYP Gründern und zahlreich erschienenen multinationalen Gästen der deutsche Botschafter geladen. Ebenso vertreten waren sämtliche Sponsoren wie z. B. Air Berlin und Bangkok Bank, die das außerordentliche Event ermöglichten. Der Kleidungsstil war der Location angepasst: Smart Casual – was schließlich so ausschaute, als wären alle in ihrem Arbeitsanzug direkt aus dem Büro gekommen. Vermutlich war es vielfach so.

Es war insgesamt ein sehr amüsanter spaßiger Abend. Ich habe eine Menge netter, lustiger Leute kennengelernt und konnte endlich erfahren, was unter einem thailändisches Puppenspiel zu verstehen ist. Das Highlight des Abends war natürlich das Menü. 🙂 Es war ein riesengroßes Buffet aufgestellt, das ausschließlich deutsche Spezialitäten bot wie Schweinshaxe, Leberkäse, Sauerkraut, Kartoffelpüree, Kartoffelsalat, Tomatensalat, verschiedene Brot-, Brötchen- und Bretzelleckereien, Butter und Leberwurst, Bratwurst, Bockwurst, Senf, Schnitzel, Bienenstich, Kirschkuchen und verschiedene Eissorten. Das frisch gezapfte Heineken Bier war ebenso wenig deutsch wie der australische Rotwein – trotzdem lecker. 🙂 Bei 2 Euro für ein Bier, kann ich preislich auch nicht meckern – erst recht nicht, da das Buffet abgesehen von ein paar Minuten Zeit, die die Anmeldung online kostete, umsonst war.

Thailändisches Puppenspiel

Ich denke, sofern die Zeit es zulässt, werden wir auch beim nächsten GOYP Event dabei sein. Am 11. Februar ist … und? wisst ihr’s? … Karnevalfeier angesagt! Wir müssen nur zusehen, dass wir bis dahin Kostüme besorgt haben. 🙂
Schulnote: 1 für den GOYP Neujahrsempfang





Weihnachten mal anders

28 12 2009

Merry X-Mas!

Während ihr daheim Engel in den Schnee zaubern könnt, feiere ich Weihnachten bei 33° C im Schatten, strahlendem Sonnenschein und maximal künstlichen Papier- oder Plastikschneeflocken. Da helfen auch die vielen Christmas Songs an jeder Straßenecke, in jedem Café, jeder Einkaufsmall nicht viel. Echte Weihnachtsstimmung will einfach nicht aufkommen.

Hinzu kommt, dass der Heiligabend sowie die Weihnachtstage hierzulande keine offiziellen Feiertage sind. Und so bin ich tatsächlich sowohl am Donnerstag als auch am Freitag munter ins Büro marschiert.

Heiligabend

9 Uhr – Ankunft im Büro. Wie jeden Tag.
Obwohl scheinbar ein Tag wie jeder andere ist das Office gähnend leer. Viele Deutsche haben sich die heiligen Tage doch frei genommen und genießen das christliche Fest außerhalb unseres Siemens Towers. Und da Weihnachten eben nunmal nur eine Woche vor Silvester liegt, haben auch viele Thais bereits ihren „Winterurlaub“ angetreten.

Für uns stand die Tage jedoch noch jede Menge Arbeit an. Martin und Lina haben ab dieser Woche Montag Urlaub und somit musste letzte Woche einiges noch fertig werden. Schließlich sollte vor deren Urlaub der erste Schwung Sales Materialien in den Druck. Doch ein wenig lockerer sind wir den Tag schon angegangen. 🙂

Bild Hats

Auch das Mittagessen durfte heute ein wenig länger dauern als sonst. In La Villa genoss ich das Christmas Menu. Leckeren Putenbrustsalat als Vorspeise, als Hauptgang eigenartiges aber köstliches Truthahnfilet mit Ei und Gemüse gefüllt, dazu Spinat und hausgemachter Kartoffelbrei. Als Nachspeise wurde sahnige Sahneerdbeersahnetorte mit nem Klecks Sahne serviert. 😉

Nach dem Mittagessen ging es zunächst wieder an die Arbeit. Um 17h jedoch war erneut Abwechslung angesagt. Heute ging es auf das Dach des Turmes, auf den Hubschrauberlandeplatz, Stock 39 oder so…
Eine Hammer Aussicht auf Bangkok. Und das krasse: Es gibt kein Geländer. So ist es schon ein echt cooles Gefühl, in der Mitte des Platzes oder ein paar Meter vom Rand entfernt zu stehen und den Eindruck zu haben, dort vorn in ein paar Metern geht es direkt steil in die Tiefe. Beim Gang ganz an an den Rand ließ der Nervenkitzel ca. ein Meter vor der Kante nach. 😦 Es geht nur 3 Meter tief. Dann kommt eine tiefere Etage mit Mauergeländer. Nichtsdestotrotz verbrachten wir ein sehr lustige Stunde dort oben. Photoshooting war der Plan. Und so entstanden Dutzende coole Fotos vor dem Sonnenuntergang Bangkoks. 🙂

Kleiner Abstecher in Land und Leute: Zu den Hobbys eines jeden Thais gehören Photoshootings. Egal, ob in der Bar, im Kino, im Rastaurant, am Strand, im Land, auf Städtereise oder Dächern – wenn eine Gruppe Thais unterwegs ist, ist mindestens eine Photoshooting Runde garantiert. Kreativ werden verschiedene Posen und Formationen eingenommen und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst und geknipst 🙂 Die Ideen scheinen den Jungen und Mädels nie auszugehen. 🙂

17h45 – Markus kommt aus Singapur in unserem Tower an. Wir kommen gerade vom Shooting zurück. Wir brechen auf in unsere Residenz, um nach kurzem Entspannen das ehemals weltgrößte Restaurant zu besuchen – das Royal Dragon in Bangkok. Das Restaurant fasst 5.000 Plätze und ist damit so groß, dass die Kellner teilweise auf Rollschuhen unterwegs sind und sich per Seilbahn über einen kleinen See von der einen auf die andere Seite des Restaurants befördern lassen. Auf einer Bühne werden verschiedene Tänze aufgeführt. Leider saßen wir etwas ungünstig, sodass wir sehr steil und schräg auf die Bühne schauten.

So nobel wie einst ist der jahre alte Schuppen nicht mehr. Dennoch war das Essen sehr sehr gut. Wie es sich zu Weihnachten gehört bestellten wir Ente – natürlich mit Reis. 🙂 Die Wartezeit auf das Essen überbrückten wir mit festlicher Bescherung. 🙂 Vor einer Woche schon haben wir Namen gezogen, um heute beim Dinner unsere Wichtelgeschenke auszutauschen. Für mich gab es eine unfassbar große 700g dänische Butterkekse Dose (Dose mit 700g Keksen natürlich). Eigentlich war ich satt, bevor die Ente kam 🙂

Außerdem habe ich heute das erste Mal Frosch probiert. Ich muss schon sagen: Schmeckt nicht schlecht. Gutes helles Fleisch. Bloß ist nur sehr wenig davon an so einem kleinen Schenkel. Ob ich von einem Frosch wohl satt werden könnte???

Gut, dass ich ne fette Ente hatte. 🙂 gesättigt zogen wir anschließend los zur Ekkamai. Wer hätte gedacht, dass die Clubs sooooo überfüllt sind?!?! Ein bissl Party bis das Licht angeht (in Bangkok also um 2 Uhr) und dann ab nach Haus. Morgen ist zwar erster Weihnachtstag, doch wie gesagt, es gab zu tun.

1. Weihnachtstag

Lina macht sich heute früher auf und startet ihren Wochenendtrip nach Laos. Somit bleiben Martin, Markus und ich, um Freitag Abend die RCA unsicher zu machen. Doch auch heute kommen wir zu spät. Tische sind nicht mehr zu finden und die Läden mehr als überfüllt. Nachdem wir uns zig mal durch die Menge geboxt und ständig im Kreis gehend nach einem freien Tisch gesuch haben, mussten wir einsehen, dass die Chance auf eine Pulle gleich Null war.

Abstecher die Zweite: In Thailand werden keine einzelnen Longdrinks oder dergleichen im Club bestellt. Sondern es wird direkt eine ganze Flasche Schnaps mit diversen Getränken zum Mischen geordert. Nen Kübel Eis und ausreichend Gläser kommen ebenso dazu. Für den Fall, dass die Flasche an einem Abend nicht geleert werden kann, wird der Pegelstand markiert und die Flasche zurückgestellt. Beim nächsten Besuch wird von der Flasche weitergetrunken. Diese Gewohnheit führt dazu, dass die wenigsten Clubs freie Tanzflächen haben, sondern dass die ganzen „Tanzflächen“ (wie in Mexiko übrigens auch by the way ;)) mit Tischen zugestellt sind, um die sich die Gruppen tummeln und auf denen die Flaschen, Gläser und Eiskübel gestellt werden. Wer keinen Tisch hat, hat keine Chance. Sich irgendwo reinzuquetschen macht keinen Sinn. Ihr könnt euch nicht bewegen. Dort stehen zu bleiben, wo etwas mehr Platz zu sein scheint, macht auch keinen Sinn. Denn dann steht ihr sicherlich im Gang.

Nachdem wir nun ewig lang durch das Gedränge gedrungen sind und ich mir einen Hüfthieb nach dem anderen holen durfte, bin ich dann auch heim. Meinem Rücken waren die Club etwas zu voll.

2. Weihnachtstag

Früh morgens ging es los zum Busbahnhof. Nach den harten ersten Weihnachtstagen war Entspannen dringend nötig. Gut, nah, günstig, Koh Larn. Gleiche Insel, gleicher Strand wie vor zwei Wochen. Sonnenbaden, Meerbaden, leicht und lecker essen. Am Abend schlenderten wir die Promenade von Pattaya entlang. Doch ich war dankbar, mir das eigentliche Nachttreiben hier nicht anschauen zu müssen. Die Kinderporno CDs an den Marktständen haben mir gereicht. Blond, Brunette, dünn, dick, westlich, asiatisch. Super Sache. *thumbs-up* ihr alten Säcke! Kurz nach Sonnengang traten wir den Heimweg an. Eine Bekannte brachte uns zurück nach Bangkok und kam gleich noch mit zur Khao San. Hier tranken wir ein Gläschen im Biergarten, um anschließend die Brick Bar zu erkunden. Die Brick Bar ist vermutlich der einzige Schuppen, oder zumindest einer der wenigen Schuppen, in denen sich nur Thais rumtummeln. Und wer bisher dachte, Thais seien steif, der wird hier eines besseren belehrt. Dass in den üblichen Clubs nicht so viel Bewegung herrscht, ist vermutlich auf die Enge zurückzuführen, die es jedem eigentlich unmöglich macht, sich zu bewegen. Doch hier in der Brick Bar geht die Post ab. Auf den Tischen, auf dem Boden, auf den Stufen. Hier herrscht Ramba Zamba! 😀 Somit wurde der Abend doch noch richtig spaßig! 🙂

Und als ich nach Hause kam, konnte ich pünktlich zu Weihnachten noch mein riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesen DHL Päckchen auspacken. 🙂

3. Weihnachtstag 😉

Also: Sonntag erstmal ausschlafen und dann? Shoppingtour!!! Wir können unseren Singapurianer Markus schließlich nicht ins Rekord BIP Land zurück fliegen lassen, ohne ihm vorher aufs Bangkoks 1000 Märkten die Chance zum Schnäppchen jagen zu geben! Und so hieß es zunächst Chatuchak Weekend Market. Erinnert ihr euch? Der Markt, auf dem es alles gibt und der sooo groß ist, dass ich mich wunderbar verlaufen kann. 😉 Stundenlang wurde hier geschlendert, T-Shirts, Badehosen und Souvenirs erstanden. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirgendwann ging es zum Siam Square, um die letzten Schnäppchen im MBK zu schlagen. Das MBK ist ein Markt auf sechs Etagen, oder so. Auf jeden Fall sind es einige. Pro Etage andere Branche – von Handys über Souvenirs und Foodcourt bis zu Kleiderware.

Martin verlässt uns vorzeitig. Seinen nächsten Besuch empfangen. Für mich steht nun Massage auf dem Programm. Dieses Mal nur Füße, Nacken, Rücken, Kopf. Sehr sehr gut 🙂

So liebe Leute. Das war also mein Weihnachten. Und wie lief es bei euch?





BBQ

4 12 2009

Moin zusammen!

Mjam mjam… 🙂

Gestern Abend waren wir lecker mit dem Sales Team BBQ essen.

Es ist schon das zweite Mal, das wir mit den 5 Intern essen gehen und ich muss schon sagen… Es bestätigt sich aufs Neue, dass die Einheimischen wissen, wo es gutes Essen gibt. 🙂

Auch wenn BBQ insofern überall gleich BBQ ist, dass Fleisch gefuttert wird, so unterscheidet sich die Art und Weise des heutigen BBQs doch schon sehr von dem, was ich von zu Hause kenne.

Es beginnt allein dabei, dass der Grill nicht zu Hause angeworfen wird, sondern dass wir für 109 THB, was umgerechnet mal gerade gute 2 € sind, im Restaurant grillen können. Da wir mit 26° C im Moment die Jahrestiefsttemperaturen erreicht haben, ist es dieserorts natürlich kein Problem, ein Lokal zu eröffnen,  dass ausschließlich Außenplätze bietet. Im Preis inbegriffen ist ein auswahlreiches Fleischbuffet inkl. verschiedener Salate, Pommes, Obst und Eis. Für noch einmal 2 € extra steht zusätzlich zum Fleischbuffet ein Seafood Buffet zur Auswahl. Hier gibt es nicht nur einfachen Fisch, sondern auch jede Menge Shrimps, Krabben, Garnelen, Krebsfleisch, Tintenfisch, Muscheln und was eben sonst noch so Essbares im Meer rumschwimmt (kenne mich da als Fischmuffel nicht so gut aus ;)).

Wer möchte, kann sich auch mit einem netten kleinen lebenden Krebs anfreunden, ihn aus dem Becken nehmen, kurz ins Eiswasser werfen, warten, bis er aufgehört hat zu zappeln, ihn auf den Grill legen und anschließend verspeisen (vorausgesetzt man kommt ans Fleisch ran) Die armen Krabbenviecher… 😦 Gleiches gilt übrigens für die Garnelentiere oder wie auch immer die Dinger heißen…

Lecker schmecker 🙂

Gegrillt wird auf einem Holzkohlegrill in Mini. Vier dieser kleinen Grills standen bei uns auf dem Tisch. Da es nur für die Krabben- und Muscheltiere ein vernünftiges Rost gab, habe ich den ein oder anderen Kampf mit meinen Mini-Fleischstückchen geführt, damit sie nicht von der glatten Metallkuppen fielen, auf der sie gebraten werden sollten. Das ganze wäre vielleicht erheblich einfacher gewesen, wenn das BBQ nicht allein mit Ess-Stäbchen stattgefunden hätte. 🙂 Messer und Gabel gab es nicht. Und auf die thai-typische Kombination Gabel und Löffel wurde ebenso verzichtet. Somit rackerte ich mich ab, mit chinesischen Holzstäbchen als Grillzange zu agieren. Ein Akt. 😀

Nichtsdestotrotz – lecker war es!

Liebe Grüße,
eure Jessi





Chan len Badminton

23 11 2009

So Leute! 21h45 und gerade direkt von der Arbeit zu Hause angekommen. So muss das sein, gel? 😉
Und jetzt wird es wieder mal Zeit für ein Wochenendbericht, was? 😉

Grundsätzlich war es ein chilliges Wochenende in Bangkok. Samstag bin ich losgezogen zum Siam Square – ihr erinnert euch: Shoppingmeile 🙂 – um dort meinen lang geplanten Einkauf zu erledigen. Indoor Sportschuhe mussten her!

Warum? Weil unser netter Kollege Pang aus der IT Abteilung mich schon seit Wochen einlädt, mit ihm Badminton spielen zu gehen. Doch bisher war ich am Wochenende entweder unterwegs oder hatte keine Sportschuhe da. Dies hat sich nun geändert.

Für umgerechnet 6 € habe ich irgendwo im Paragon-Einkaufszentrum wirklich gute Hallenschuhe erstanden – und das ohne zu handeln. Ist das günstig oder ist das günstig?
Auch in Bangkok herrscht im Übrigen gute Weihnachtsstimmung mittlerweile. Überall Tannenbäume und verschiedene Darstellungen von Schneeflocken – von knallig pink bis zu mit Windrädchen beschmückt.

November Siam Square – Die Spinnen, die Thais

Nach der Schnäppchenjagd habe ich zum ersten Mal ein thailändisches Kino getestet. „2012“ lautete der Filmtitel. Der Film war, wenn auch sehr unrealistisch, doch sehr gut. Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, was die Computergrafik heute im Kino leisten kann und was nicht 😉
Mindestens genauso nervenkitzelig wie der Film war der Vorspann. Nach gut einer Stunde Werbung und Vorschau geschah etwas Unfassbares! „Please show honored respect to our majesty“ – hieß es plötzlich auf der Kinoleinwand. Der ganze Kinosaal erhob sich, um schweigend den nachfolgenden stark in gold gehaltenen Kurzfilm über seine Majestät anzusehen. Eine skurrile Situation, der ich mit Schmunzeln begegnet wäre, hätte ich nicht ein wenig um mein Leben gefürchtet. Selbstverständlich erhoben wir uns auch – Sitzenbleiben hätte sicher unseren Tod oder wenigstens größte Verachtung verursacht. Beim Aufstehen fühlte ich mich allerdings nicht wohler. So trug ich doch – ahnungslos und zufällig natürlich – ein knallrotes T-Shirt. Ihr erinnert euch: Yellow-Shirts = Königsanhänger, Red-Shirts = Königsgegner. Vermutlich kann ich von Glück sprechen, nicht von hinten erstochen worden zu sein. 😉

Sonntag war es dann allerdings endlich so weit. Chan len Badminton. Was soviel heißt wie „Ich habe Badminton gespielt.“ 🙂
Um kurz vor 18h habe ich mich mit Pang am Siam Square verabredet. Dort haben wir einen weiteren Freund Pangs getroffen und wurden von einem dritten abgeholt, der uns in die nahe der Uni liegende Badmintonhalle brachte.

Die Thai Truppe spielt jeden Sonntag von 18 bis 21 Uhr. Ja, drei Stunden lang. Mal sind sie mehr, mal weniger. Gestern hatten wir 2 Courts gebucht, wobei wir die letzten zwei Stunden sogar auf drei Courts spielen konnten, da nach und nach einige Felder frei wurden. Insgesamt waren wir 12 Leute und gingen somit genau auf: Pang, Aum, Jorge, Ox, Ong, Nuk, Ip und Big sowie vier Mädels Nan, Ann, Wan und mich. Sicher habe ich jetzt die Hälfte der Namen falsch geschrieben. Aber Boah ey! 😀 Schon einen Tag her und ich kenne immer noch alle Namen!

Übrigens waren sie allesamt super nett und haben zudem ziemlich gut gespielt. Dafür, dass sie allerdings fast jede Woche 3 Stunden lang trainieren, konnte ich durchaus gut mithalten. Es gab sogar das ein oder andere siegreiche Spiel für mich. 😀 Wie dem auch sei, es hat jedenfalls einen Mortz Gaudi gemacht und erinnerte mich so an den einen oder anderen harten Rasen Fight mit meinem Dad. 😉

Im Anschluss waren wir natürlich entsprechend hungrig und sind – ebenfalls in Uni-Nähe – etwas essen gegangen. Ich behaupte, dass es sich hierbei durchaus um eine eher von Einheimischen besuchte Location handelte, da ich kein einziges Wort auf der Karte verstanden habe, geschweige denn überhaupt lesen konnte. Glücklicherweise gab es neben der typischen Thai-Karte auch ein „American-Menu“ mit Bildchen zu jedem Gericht.

Das interessanteste an diesem Dinner war allerdings, zu sehen, dass selbst die Thais ähnliche Einstellungen zu ihrem Essen haben können wie wir. 🙂 So wurde sich lauthals darüber amüsiert, dass Pangs Steak eigentlich kein Steak war, sondern „Fat with Pork“. Ihr solltet wissen, dass es mir nicht selten untergekommen ist, dass das georderte Schweinefleisch weniger aus Fleisch bestand als eben vielmehr aus purem Fett. Besonders nett ist dies, wenn du parniertes Fleisch bestellst (ein Schnitzel quasi ;)), genussvoll hineinbeißt und plötzlich auf fetttriefendem Gummi kaust. Mittlerweile war ich der Meinung, die Thais essen eben gerne Speckschwarte. Doch Pang und seine 10 Kumpels belehrten mich eines besseren. Er hat zwar tapfer aufgegessen, doch auch nur mit ca. einer halben Chili-Flasche und einem halben Zentimeter Pfeffer nachgewürzt. Salz nicht. Nein. Da kroch nämlich eine Ameise drin rum – was auch die Thais nicht lecker fanden.

Ebenfalls interessant zu sehen war es, dass auch den Thais ihr Essen zu scharf sein kann. So wurde doch heftig geweint, die Nase lief, nach Luft gehechelt und… …nicht aufgegessen. 😀 Alles in allem war es ein sehr lustiger Abend, auch wenn ich mir unter 11 Thai quakenden Thais zwischendurch mal ein wenig verloren vorkam.

Kommendes Wochenende bin ich dann erstmal auf Krabi zum Klettern. Aber das nächste Wochenende, das ich wieder in Bangkok verbringe, bin ich dann sicher auch wieder mit am Start. Gekostet hat mich der ganze Badminton-Spaß übrigens einen guten Euro (50 THB). Macht bei 12 Leuten: 12 € zwei Courts für 3 Stunden. Da kann ich nicht meckern 😉

Leichten Muskelkater in der rechten Wade kann ich aber leider nicht leugnen. Irgendwo bekomme ich die 2-3 Jahre Untätigkeit dann doch zu spüren. Erstaunt war ich jedoch über meine Ausdauer. 12/3 = 4 = 2 Stunden lang keine Pause 😉 Wenn ich da an meine Joggingversuche aus München vor 2 Monaten zurückdenke, kaum zu glauben.

So. Nun habe ich zur Abwechslung mal wieder halbwegs pünktlich die Ereignisse gepostet 😉

Liebste Grüße,
eure Jessi





Back to Bangkok

15 11 2009

Hello meine Lieben,

um 5 Minuten nach Mitternacht ist das Flugzeug sicher auf thailändischem Boden gelandet.
Nach einer recht zügigen Taxifahrt und einem kurzen Abstecher in den 7eleven der anderen Straßenseite bin ich auch sicher in meinem Apartment angekommen.

Bei der Fahrt vom Flughafen bis in die Residenz erlebten wir eine kleine Premiere. Es war das erste Mal, dass uns eine Frau am Taxisteuer zu Gesicht gekommen ist. Fahrstil? Ich habe so den Einruck, dass war eine der bisher rasantesten Fahrten. 🙂

Es folgte, wie gesagt, ein kleiner Sprung in die US-amerikanische 24h-Mini-Supermarktkette, um noch eben einen kleinen Snack und n bissl was zum Beißen für den kommenden Morgen zu besorgen. Morgen geht es nämlich um 8h schon los, da ein ganztägiges Sales Training ansteht.

Reiseberichte von KL und Singapur kündige ich für Dienstag an.

Bis demnächst,
eure Jessi





Was die dritte Woche so geschah…

23 10 2009

Hallo Leute,

heute möchte ich zusammenfassen, was die letzte Woche so an kleinen mehr oder weniger erwähnenswerten Ereignissen brachte:

  • Konto eröffnet: Wir haben es endlich geschafft, uns ein thailändisches Konto einzurichten. Somit wird uns die vorgestreckte Miete hoffentlich bald zurück erstattet. Im Übrigen habe ich mir berichten lassen, dass es strafbar ist, das Konto nach Ablauf des Visums länger als zwei Jahre lang zu führen. Daher müssen wir unbedingt daran denken, dass Konto bei Beendigung unseres Auslandaufenthaltes zu kündigen. Am besten speichert ihr euch das alle vorsichtshalber auch ab und erinnert mich dran, wenn es soweit ist. 😉 Wir wollen doch nicht, dass ich irgendwann in 25 Jahren oder so mit meiner Familie nach Thailand in den Urlaub möchte, dann am Flughafen verhaftet werde und erstmal ins Gefängnis komme… 🙂
  • Legalität im Büro: Seit Mittwoch schon arbeiten wir nun mit offizieller Genehmigung. Die Arbeitserlaubnis wurde ausgestellt und von uns persönlich im Ministry of Labour abgeholt.
  • Wetterumschwung: Die Schwüle schwindet und Bangkok zeigt sein Sonnengesicht. Die letzte Woche hatten wir beinahe täglich klaren Himmel und Sonnenschein. So langsam wird es erträglich warm und trocken. Und bei euch in Deutschland? 😉
  • Street Food: Nachdem es letzte Woche so lecker war, sind wir diese Woche ganze zweimal zu Mittag in der Garküche am Straßenrand gewesen (satte Mahlzeit 60 Cent). Sprachlich eine Herausforderung. Aber ich muss zugeben, das Essen schmeckt mir um einiges besser als der mindestens 3 mal so teure verölte Fraß aus den „guten Restaurants“. Wirkt zwar alles etwas schmuddelig, aber wie ich schon in Mexiko erfahren durfte kann das schmuddeligste auch das beste sein. Sätze wie „Yes, they use all of the chicken“ verdränge ich besser. Das tun sie vermutlich überall. 😉
  • Rohrbruch: Der erste Waschversuch dieser Woche ging in die Hose. Ein Rohrbruch auf bzw. unter der Straße verhinderte, dass Wasser in die Waschmaschine gelangte. Glücklicherweise wurde der Schaden noch desnachts behoben.
  • Ping Pong Show? „Oh my God!“
  • Thai Massage: Am Donnerstag habe ich mich das erste Mal durchkneten lassen. 4 € eine Stunde. Massiert wird alles. Fast alles. Füße, Beine, Po, Hände, Arme, Schultern, Rücken, Nacken, Kopf. Und massieren heißt: Massieren, Dehnen, Renken. Regelmäßige Anwendungen fördern sicher die Beweglichkeit. Zur Begrüßung werden im Übrigen zunächst einmal die Füße gewaschen und ein Tee angereicht. Preislich inklusive, versteht sich.
  • Katzenbaby: bei uns! an der Straße. 10 cm hoch. schwarz-weiß gefleckt. einen Blick wie der gestiefelte Kater aus der Disney Animation Shrek! soooooooooooooooooooooooooo süüüüüüüüüüüüüüüüüüß….!! 🙂
  • Messer im Haus: 🙂 Für 80 Cent habe ich mir endlich ein vernünftiges Messer gekauft. Nun muss ich mir meine Butter nicht mehr aufs Brot raspeln und den Schmelzkäse nicht mehr mit dem Löffel aufs Brot streichen. *freu* (Hatte ich erwähnt, dass in Thailand generell alles mit Löffel und Gabel gegessen wird? Demnach gibt es auch keine Plastikmesser im Geschäft.)

Und heute? Heute habe ich den Weekend-Market am anderen Ende der Stadt in Mo Chit direkt am Chatuchak Park besucht. Da es den Markt nur am Wochenende geben soll, habe ich mit ein paar wenigen Ständen in ein paar kleinen Gassen gerechnet. Und von oben vom Skytrain aus wirkte auch zunächst so, als hätten sich „nur“ unzählig viele Leute an einer Straße entlang mit ihrem Waren aufgestellt. Doch als ich am durch den Park in das eigentliche Weekend Market Vietel kam, sah ich mich plötzlich in einem endlosen Einkaufsviertel wieder. Es war RIESIG! Und an Waren gibt es ALLES! 1000 Dinge zum Essen & Trinken, Kleidung von asiatisch bis Cowboy-Look, Apple, Nokia und sonstigen Technik-Krimskram, Schmuck, Schminke, Blumen, Vasen, Spielzeug, Couchgarnituren… Um nur einiges genannt zu haben. Wenn man wollte, könnte man sich sicher sein ganzes Haus dort einrichten lassen. 🙂 Ein aufkommendes Gewitter ließ mich dann allerdings schleunigst aufbrechen…

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Teil des Chatuchak Parks

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Gewitter im Anmarsch

Nun wisst ihr wieder über alles Bescheid. Liebe Grüße, eure Jessi