Floating Market

26 01 2010

Hallo ihr Lieben,

letzten Sonntag habe ich mich mal wieder arg früh aus dem Bett klingeln lassen.

Schließlich sollte es bereits mit dem ersten Bus zum Damnoek Saduak Floating Market gehen. 🙂

Der erste Bus heißt am Sonntag – wie wir am Bahnhof erfuhren gibt es Unterschiede bzgl. der Fahrpläne zwischen Montag bis Samstag und Sonntag 😦 – um 6 Uhr in der Früh. So sind wir in der empfohlenen Optimalzeit zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr angekommen. 🙂

500 THB sollte es kosten, sich eine Stunde lang mit dem Boot durch die Marktgassen schippern zu lassen. Pro Boot? Nein! Pro Person. Und so zahlten Liz, Lina und ich insgesamt 1500 THB (30 €) für eine Stunde Motorboot fahren. Wenn ich mich da an den armen Herrn aus Kanchanaburi erinnere, der insgesamt 400 THB (8 €) dafür verlangte, dass er sich vier Stunden lang für uns auf dem Fahrrad abgestrampelt hat… Steht in keinem Verhältnis. Die Bootspreise sind Abzocke. Ich möchte nicht wissen, was Einheimische für die Tour gezahlt hätten… Aber naja…

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Auf gehts! Da wir recht früh sind, sind die Wasserstraßen noch leer. Auf dem Heimweg kommen uns die unzählige Touri Boote entgegen.

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Bevor wir zu den eigentlichen Märkten kommen, legen wir einen Zwischenstopp bei einer alten Tempelanlage ein – recht unscheinbar.

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Floating Market



Wie unschwer zu erkennen ist, hatte ich Lust auf Bananen. 🙂

So ein zwei dieser kleinen Dinger, maximal fünf hätten mir wohl gereicht.  30 Baht (ca. 60 Cent) wollte die Dame haben. Wer kann denn ahnen, dass ich dafür gleich ein ganzes Bündel bekomme? 🙂

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Hier wird frisch gekocht

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Gewürze in Mengen – zum Spottpreis
Möchte jemand eine Bestellung aufgeben? 😉

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Nun war es das auch schon mit dem leckeren traditionellen Obst- und Gemüsemarkt. Nun folgen bloß noch zahlreiche typische Touristenangebote. Figure, Bilder, Taschen, Postkarten etc.

Auch wenn wir früh genug da waren, um keine überfüllten Touristenstraßen miterleben zu müssen, wurde die touristische Austichtung deutlich. Sehr sehr schade. Ansonsten eigentlich ein schöner Markt.

Denn es hat schon seinen besonderen Flair, gemütlich in der Sonne im Boot auf dem Wasser zu shoppen. Nur Stopp sagen, nicht die Füße wund laufen, kein Gedränge, keine Menschenmassen… Leider aber auch kein reges Marktleben wie ich es mir erhofft hatte – kein Marktschrei, kein Feilschen, zu wenig Obst, Eier und Gemüse. So bekam ich leider nur eine Vorstellung davon wie sich das Marktleben auf dem Wasser zu damaligen Zeiten abgespielt haben könnte.

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Am interessantesten an der Bootstour fand ich das Leben der Menschen am Wasser. In der braunen bis grünen und sogar grauen fast stehenden Brühe waschen die Anwohner ihre Wäsche, baden sich und putzen sich sogar ihre Zähne. Wo die ihr Abwasser hinleiten, möchte ich lieber nicht wissen…

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Fazit des Halbtagesausflugs zum Damnoen Saduak Floating Market: Sehenswert, aber kein Muss.

Bis demnächst,
eure Jessi 😉

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Tanzen im Meer

16 01 2010

Am vergangenen Wochenende habe ich es endlich geschafft, die in Bangkok berüchtigte Insel Koh Samet zu erkunden – eine traumhafte Insel mit fantastischen Stränden.

09. – 10. Jan. 2010              .

Wie immer ist dieses Traumziel von Bangkok äußerst günstig zu erreichen. 🙂

Von der Bus Station Ekkamai fahren ab vier Uhr die ersten Busse los – für läppische 160 Baht (ca. 3,30 €). Nach ca. drei Stunden Fahrt folgt die Übersetzung zur Insel mit der Fähre für noch einmal 100 Baht (ca. 2. €).

Fährenüberfahrt

Damit kostet die Anreise insgesamt round about fünf Euro und dauert etwa vier Stunden. Verglichen mit den wunderschönen Inseln im tiefen Süden Thailands punktet Koh Samet auf jeden Fall mit ihrem Preis-Leistung-Verhältnis. Wenn ich bedenke, dass ich, um in den Süden zu kommen, zwar nur eine Stunde fliege, jedoch eine Stunde vorher beim Flughafen sein sollte, von dort zur Küste muss und anschließend auch noch eine Weile mit dem Schiff unterwegs bin, ist der Zeitfaktor wohl eher unerheblich.

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Statue des Prinzen Phra Aphai Mani und einer Meerjungsfrau.

Einer Erzählung zufolge wurde der verbannte Prinz von einer Meerjungfrau aus den Händen einer Riesin gerettet. Er spielt eine magische Flöte.

Die sagenhafte Geschichte soll die Insel Koh Samet zum Schauplatz haben.

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Koh Samet ist auch gerade deshalb ein super Ausflugsziel, weil es sowohl in nettes Nachtleben als auch zauberhaft einsame Strände gibt. Der Tourismus ist hier noch nicht so weit vorangeschritten wie zum Beispiel auf Koh Phi Phi. Dies könnte u. a. daran liegen, dass die Insel zum Nationalpark geworden ist. Dies hat zum einen zur Folge, dass das Betreten der Insel Eintritt kostet (200 Baht oder so für Ausländer; 40 Baht für Thais oder Ausländer mit thailändischer Arbeitserlaubnis) und zum anderen dürfen auf der Insel keine weiteren Unterkünfte, Bars, Restaurants etc. mehr gebaut werden. Dass aus den schönen Stränden Koh Samets also eine Wolkenkratzer-Hotellandschaft wird, ist bis auf Weiteres ausgeschlossen. Lediglich bereits bestehende Gebäude dürfen saniert oder – nach Abriss – neu gebaut werden, wobei sich nichts an der vorherigen Höhe ändern darf.

Nachdem Liz und ich am Samstagmorgen also gegen 4h30 aus der Khao San zurückgekommen sind, packen wir schnell Sachen und ziehen los in Richtung Insel. Schlafen können wir ja schließlich im Bus, auf der Fähre und am Strand. 🙂

Unsere Unterkunft – Jep’s Bungalow

Da die Müdigkeit bei Ankunft jedoch eigentlich verschwunden ist, leihen wir uns für je 300 Baht (ca. 6 €) zunächst einmal zwei Roller aus und düsen quer über die Insel.

Meine erste Rollerfahrt 🙂

Zwischenstopp – Ein bisschen Felsenklettern und die Ruhe und das Meer genießen

Bis ganz in den Südzipfel fahren wir. Ganz in der Spitze gibt es zwar keinen langen, breiten, weißen, reinen Sandstrand, doch wir stehen auf einem Aussichtspunkt, der eine gigantische Sicht auf das tiefblaue Meer bietet, das teilweise silber glitzernd und funkelnd die sich mittlerweile senkende Sonne reflektiert.

Fels und Einsamkeit an der Südspitze

Als wären wir hier oben auf dem Felsen erwartet worden, stehen zwei Strandliegen für uns am Felsrand bereit. Also machen wir es uns erstmal gemütlich und entspannen und schlafen etwas in der Sonne, am Meer, bei einem grandiosen Ausblick und beruhigender Einsamkeit.

Chillig

Ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang brechen wir wieder auf. Zwar wird empfohlen, den Sonnenuntergang von hier aus zu erleben, doch die lange, hügelige und schlaglöchrige Strecke wollen wir nicht im Dunkeln zurück zu unserem Strand fahren. Also fahren wir zielsicher an einen unserer Unterkunft nahen Strand, um den Sonnenuntergang am Meereshorizont zu beobachten.

Ohne Worte…

Yippeeeee…

Einfach nur schön…

Anschließend nehmen wir noch ein kurzes kühles Bad in einer feurig roten Welt. Der Himmel glüht und das Wasser spiegelt die rosarote Farbe wider.

Gestrandeter Seestern

Und nun? Jetzt fahren wir kurz zurück in unseren Bungalow – Klamotten wechseln, da sie etwas Meerwasser durchnässt sind. Anschließend werden sämtliche Strandrestaurants abgeklappert, um das beste BBQ ausfindig machen zu können. 🙂

Liz beim BBQ – Lecker Mais 🙂

Vielleicht ist es das beste BBQ des Strandes, aber so delikat wie auf Krabi ist es leider nicht – trotzdem: lecker! 🙂 Während wir gemütlich auf den Strandkissen sitzen, findet unten am Hauptstrand eine fesselnde Feuershow statt. 5 (oder so) durchtrainierte Thai Burschen spielen mit Feuerfackeln und brennenden Seilen, führen Kunststücke vor, bauen Menschenpyramiden, werfen sich das Feuer hin und her und unterhalten so die paar Hundert beeindruckten Gäste. Nach reichlich Vorführung ziehen die Jungs durch die Publikumsmenge und sammeln Spendengelder. Natürlich geben wir gerne etwas 😉

Feuershow

Doch wer glaubt, jetzt marschieren die Herren nach Hause, der irrt. Jetzt beginnt der interaktive Spaß! Direkt am Meer veranstalten die gutgelaunten Feuerkünstler eine Reihe lustiger Spielchen wie Feuerlimbo, Sackhüpfen, Reise nach Jerusalem und Tauziehen. Die drei Gewinnner werden stets mit einem ordentlichen Schluck Feuerschnaps belohnt. 🙂

Ich versuche mich beim Feuerlimbo – gibt nen Kurzen 😉

So tief komme ich dann doch nicht…

Für das Sackhüpfen lasse ich mich aufgabeln – und bin am Ende sogar auf Platz 3! 🙂 Aber die beiden französischen Sieger haben auch doppelt so breite Waden wie ich. Außerdem habe ich blöderweise die  Aufgabe übernommen, den anderen zu zeigen, dass nicht die gezogene Linie der Wendepunkt ist, sondern die virtuelle Linie zwischen den zwei Fackeln drei Meter weiter hinten… Sowas muss mir doch jemand sagen! 😦 Naja.. Wer weiß wie es ausgegangen wäre, wenn ich richtig gehüpft wär? 🙂

Erste am falschen Wendepunkt – Und noch ein Schnäpske 😉

Nach all den Spielereien beginnt die Party auf einer kleinen Holzbühne vor einer Open Air Bar am Strand. Erst als ein Thai Mädel sich dort (wo alle barfuß liefen) zu übergeben anfängt und auch noch Lizs Fuß trifft *puke*, entfernen wir uns von der feiernden Menge. Auf ein Getränk lassen wir uns noch an der Strandbar auf weichen Kissen im weißen Sand nieder und beobachten ein abgedrehtes kleines pummeliges Thai Mädel, das ununterbrochen am Rumhüpfen ist. Wir glauben, es soll Tanzen sein. Sie hat echt coole Moves drauf… Nur mit dem Takt passt es nicht immer so. Doch auf jeden Fall hat sie eindeutig ihren Spaß. Nur darum gehts. 🙂

Als wir endgültig gen Bungalow aufbrechen, werden wir von ihrem Tanzfieber gepackt. 🙂 Und so dancen auch wir noch bestimmt n Stündchen in den Ausläufern des Meeres ab. Das befreit die Seele. Ein schönes Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit irgendwie. 🙂 Und so tanzen wir schlussendlich den ganzen Weg am Strand nach Hause. Einen Stopp legen wir noch ein. Wir ziehen uns zwei Strandliegen direkt ans Meer, Füße ins Wasser und Sterne gucken. An diesem Abend sehe ich meine erste – und dann noch gleich drei weitere – Sternschnuppen am Himmel. Großstadttrubel, Luftverschmutzung, Arbeit und v. a. Schnee sind soooo fern… 🙂

Den Sonntag lassen wir dann aber wirklich einmal ruhig angehen. Wir suchen uns ein ruhiges, schönes Strändchen, frühstücken dort nett, borgen für ein paar Baht zwei Liegen und nen Sonnenschirm und erholen uns von dem schlaflosen Kanchanaburi Wochenende und den harten letzten beiden Arbeitswochen. Meerbaden, Sonnenbaden, Fische gucken, Fischschwärme aus dem Meer springen sehen wie im Tierfilm, Ölmassage und nach Hause.

So verging ein wunderschönes Wochenende und morgen würden wir wieder in unserem grauen, eiskalt runtergekühlten Siemens Office sitzen und Flyer erstellen. Was für ein Leben! 🙂

Liebste Grüße nach Deutschland,
Jessi

Outtakes:

  • Das Abendessen lasse ich mal aus. Der Thunfisch Salat ging Liz leider nicht nur einmal durch die Magenröhre… Wir erinnnern uns an die eindriglichen Worte unserer Betriebsärztin: „Schälen, kochen oder Finger weg!“ (Peel it, cook it or forget it!)

Dabei sah es so nett aus – das Lokal

  • Kamera vergessen. Ich Depp!




Kanchanaburi

14 01 2010

„Die beschauliche Provinzstadt (50 000 Ew.) 130 km westlich von Bangkok hat Besuchern nicht viel zu bieten – trotzdem lockt sie ausländische Gäste in Scharen an.“
(Zitat: Marco Polo Reiseführer. Thailand. 2008)

Von dieser – ich nenne es mal „Warnung“ ließen Liz und ich uns vorletztes Wochenende nicht abschrecken. Wir wollten Abenteuer und Natur erleben und das möglichst nah.

Also markieren wir uns drei Nationalparks auf der Karte und entscheiden uns letzlich für die Gegend Kanchanaburi (Betonung auf dem na). Der Grund dafür ist, dass die Gegend in punkto Abenteuer eben doch einiges zu bieten hat. 🙂 Hinzu kommt, dass sie von Bangkok aus relativ schnell und auch günstig zu erreichen ist. Für 2 € ca. 2 Stunden mit dem Bus. Abfahrt am Southern Bus Terminal.

Da wir uns erst recht kurzfristig zu diesem Wochenendtrip entschieden haben (ca. 2h30 Samstag früh, nachdem die Neujahrs-Feiertage durchgearbeitet worden ist), haben wir bei Ankunft noch kein Schlafquartier und nehmen am Bahnhof das Angebot des freundlichen Thais an, uns für 30 Baht (60 Cent) zu 3 verschiedenen Unterkünften am Fluss zu kutschieren. Doch wer wie wir denkt, wir würden mit dem Taxi oder Pickup herumgefahren werden, irrt. Überrascht dürfen wir vor dem Bus Terminal feststellen, dass der arme alte dürre Kerl, sich auf dem Fahrrad abstrampeln wird. Selten sind wir uns so blöde vorgekommen. Eigentlich ist es zwar sein Job und täglich Brot, doch nichtsdestotrotz ist es uns ziemlich unangenehm, so einen armen alten knochigen Mann, der nicht einmal richtig gehen kann, in der Hitze für uns radeln zu lassen. Am liebsten möchten wir ihn zwischendurch fragen, ob er sich hinten rein setzen möge und wir zur Abwechslung mal strampeln sollen. Denn wie sich herausstellt ist es schon ein kleines Stückchen bis zum Fluss.

Mal was anderes – Fahrradtaxi

In Bezug auf unsere Unterkunft haben wir uns letztlich für einen netten kleinen Bungalow im Pong Phen, mit Air Conditioning für 600 Baht (12,50 €) die Nacht entschieden. Doch aus drei Unterkünften zum Anschauen, die ursprünglich in den 30 Baht enthalten waren, sind mindestens sechs geworden. Unser lieber Thai fährt uns anschließend sogar wieder zurück in die Stadt. Weil er so lieb ist, uns den halben Vormittag hin und her gefahren hat, zwischendurch eine Dreiviertelstunde auf uns gewartet hat und weil er uns so Leid tut, gibt es statt 30 Baht schlussendlich 400 Baht (8 € = 16 Mahlzeiten) – und damit 100 % Aufschlag. Gewissen wieder rein. 🙂

Nun erkunden wir noch einige Stündchen Kanchanaburi. Ich muss der Aussage des Marco Polo Reiseführers wohl recht geben. Viel zu bieten hat Kanchanaburi nicht. Die Märkte sind kleiner und nicht so schön wie in Bangkok. Die Stadt ist insgesamt recht klein und unscheinbar. Nichtsdestotrotz gefällt sie mir. Ich habe das Gefühl, einmal in einer echten thailändischen Kleinstadt zu sein. Es ist nicht so riesig und pompös wie Bangkok, wirkt ärmer und ja.. thailändischer. Ich habe nun auch den Eindruck, dass die Garküchen in Bangkok in punkto Hygiene doch an den Tourismus angepasst sind und gewisse Vorschriften eingehalten werden. In Kanchanaburi trauen wir uns nicht, an den Garküchen zu essen. Auch auf den Märkten dürfen wir feststellen, dass auf Sauberkeit und adäquate Lagerung unter den Einheimischen anscheinend nicht so viel Wert gelegt wird.

Lecker Schweinekopf, Pfoten gab es auch dazu

Bei dem Anblick Tausender von Fleischfliegen vergeht uns glatt der Appetit auf frisches Obst. Und so starten wir ohne Proviant um 14h in unsere Tagestour: Auf zum Wat Pa Luangta Bua Yannasampanno.

Tiger zum Anfassen

Der Tigertempel ist 1994 als ein buddistisches Mönchskloster gegründet worden und ursprünglich eine Einrichtung, verweiste oder geschwächte Wildtiere aufzunehmen. Vom ersten Huhn zum Pfau zum Wildschwein wurden verwundete Tiere hier von Mönchen aufgenommen und aufgepäppelt bis sie wieder bereit waren, in der Wildnis zu überleben.

Lieber Tiger und buddistischer Mönch

Im Februar 1999 erreichte der erste indochinesische Tiger das Kloster. Es soll ein bloß ein paar Monate altes Weibchen gewesen sein, das seine Mutter an der burmesischen Grenze durch Wilderer verlor und selbst zum Ausstopfen bereits verkauft war. Auf wundersame Weise überlebte das Baby die Giftspritze in den Nacken und wurde schließlich in die Obhut der Mönche gegeben. Liebevolle Pflege ließen das Tigerbaby genesen. Ein paar Monate später erlag es leider einer schweren Krankheit.

Ich darf ihn an der Leine führen

Später wurden weitere junge Tigerbabys aufgenommen. Ein gesondertes Gehege wurde angelegt, damit die Wildkatzen die anderen freilaufenden Tiere der Einrichtung nicht jagten. So wuchsen die Tiger bei den Mönchen auf und zur Freude der Mönche begannen sie sogar sich fortzupflanzen.

Ob er Vegetarier ist?

Auch ein Kloster muss sich finanzieren. Und ein Kloster, das sich gleichzeitig der Tierpflege annimmt und einen Haufen hungriger Wildkatzen durchfüttern muss (womit eigentlich? Büffel retten, um sie zu verfüttern? Frischfleisch von Wilderern kaufen?), braucht sicher noch mehr Geld als ohnehin. Vermutlich ist dies der Grund dafür, weshalb aus der grundsätzlich wohltätigen Einrichtung eine begehrte Touristenattraktion geworden ist.

In einem kleinen Canyon liegen ein Dutzend Tiger angekettet herum. Jeweils zwei lila leuchtende Thais führen Liz und mich im Canyon herum: Ein Thai nimmt uns jeweils an die Hand, ein Thai knipst die Bilder mit unserer Kamera. Wer keine Kamera hat, bekommt seine Bilder auf CD gebrannt. Digitalkameras sind einige vor Ort. Von Tiger zu Tiger werde ich geführt. Bei jedem Tiger werden Bilder aus jeder Perspektive geschossen. Ich werde stets genau positioniert. Der Kopf ist zum Streicheln allerdings tabu. Den Tieren wird sich immer bloß von hinten genährt.
Der ganze kleine Tiger Canyon wimmelt von Touristen, die von lila Thais an der Hand herum geführt werden. Gegen ein „kleines“ Entgeld von 1000 Baht (20 €) lasse ich ein special picture schießen. Ich darf den Tigerkopf in meinen Schoß legen.

Ganz schön schweres Kerlchen

Bei genauer Betrachtung sind die Tiger zu bemitleiden. Leider sind in ihnen keine starken, energiegeladenen und fauchenden Wildkatzen zu erkennen. Es sind eher leblose Körper, die den täglichen Trubel teilnahmslos über sich ergehen lassen. Angekettet und garantiert unter Drogen wirken sie wie tote Kuscheltierchen. Nichtsdestotrotz ist knallig rote oder orange Kleidung ebenso wie Loses oder Herumbaumelndes verboten. Liz erfährt warum, als ihr kleines baumelndes Bändchen am Hosensaum ein Tigerkätzchen die Ohren anlegen lässt. Ein wenig Spielinstinkt scheint sich wohl nicht ausschalten zu lassen. Auch der Tiger Wakling Way ist leider kaum beeindruckend. Der schöne Tiger stolziert nicht erhobenen Hauptes daher, sondern er torkelt wie aus Gummi dahin.

Ich habe die kleine leise Hoffnung, dass die Tiere „nur“ für das Photoshooting derart in Trance versetzt werden. Bucht man für 80 € einen Tag im Tigertempel, soll man mit den freilaufenden Tigern und Mönchen im Tempel frühstücken, mit Tigerbabys spielen und den großen beim Spielen zuschauen können. Fotos würden in der Natur und ohne lila Männchen und Touristen im Hintergrund geschossen und schlussendlich dürfe man beim Tiger baden helfen.

Fakt ist leider: Die Tiger, die ich im Canyon gesehen habe sind arme Kreaturen. Und vermutlich ist das in diesem Tempel kein Ausnahmezustand. Doch so unecht diese Tiger auch sein mögen, ein kleiner Kindheitstraum geht für mich trotzdem in Erfüllug. So nah wollte ich einem Tiger schon immer sein. Liebend gerne würde ich auch einen mitnehmen… 🙂

Ob die wohl noch auf dem Teller landen?

Wie gesagt: Tiger sind nicht die einzigen Tiere auf dem Klostergelände. Der Tiger Walking Way wird durch die Wildtierfütterung beendet.

Nicht spucken, bitte!

Nach dem aufregenden Tag wird der Sonnenuntergang beim Dinieren am Fluss genossen. Das Sugar Cane Guest House 1 bietet ein sehr nettes am Fluss gelegenes Restaurant.

Kwai Kai River

Anschließend wird in der Sugar Bar von Sugar mit dem richtigen Getränk auf den Tag angestoßen.

Tiger Beer, was sonst?

Obwohl der Samstagabend lang war, quälen wir uns Sonntag noch vor Sonnenaufgang aus dem Bett. Für den angehenden Tag steht schließlich ein straffes Programm an. Für round about 1000 Baht (ca. 20 €, den exakten Preis weiß ich nicht mehr) haben wir eine Tagestour gebucht. Um 8h sollen wir vor unserem Guesthouse mit dem Bus abgeholt werden. Vorher möchten wir noch ein wenig fremde Kultur in Kanchanaburi entdecken. Dafür haben wir uns schon am Vorabend Fahrräder ausgeliehen.

Chinesischer Friedhof

Durch die frische Morgenluft radeln wir in Richtung des chinesischen Friedhofs. Geschichtlich und dergleichen ist er meines Wissens eigentlich eher uninteressant. Es ist ein ganz normaler Friedhof und gilt auch nicht als große Touristenattraktion in Kanchanaburi. Trotzdem hat die Begräbnisstätte beim Vorbeifahren am Vortag unser Interesse geweckt. Es ist eben ein chinesicher Friedhof, für uns fremd und doch irgendwie ansehnlich. Speziell bei Sonnenaufgang bietet die Ruhestätte einen ganz besonderen Flair.

Häufig sehen wir Räucherstäbchen vor den Gräbern

Ebenso wie der Friedhof zieht uns ein chinesischer Tempel an. Das Gelände des Wat Neua ist ruhig und idyllisch, was aber auch durchaus an der frühen Uhrzeit liegen mag. Besonders niedlich finde ich das Gebäude neben dem Haupttempel, der im Übrigen noch geschlossen ist.

Chinesischer Tempel

Rechts der Eingang zum Gelände, links Liz auf ihrem geborgten Rad

Mittlerweile erstrahlt die Sonne in ihrer vollen Größe. Ein Blick auf die Uhr lässt uns erschrecken. Bald kommt der Bus, um uns an unserem Guesthouse abzuholen. Gefrühstückt haben wir auch noch nicht. Also schnell zurück, noch eben ein Sandwich beim 7Eleven holen, Fahrräder abgeben und ab die Post!

Station 1: Wasserfälle im Erawan Nationalpark

Stufe 1

Der insgesamt siebenstufige Erawan Wasserfall soll zu den schönsten Wasserfällen Asiens gehören. Da wir die umfanrgeichste Tagestour gebucht haben, bleibt uns hier leider nur wenig Zeit. Knapp drei Stunden sind für die Wasserfälle eingeplant, inkl. Mittagessen.

Stufe 2

Der Tankumsee für die Thais. 🙂

Allein bis zur obersten Ebene soll es eine Stunde dauern. Das gleiche natürlich wieder runter. Doch Liz und ich haben es uns in den Kopf gesetzt, auch die oberste Ebene sehen zu wollen. Und so hasten wir hinauf, auch unter dem Risiko, dass wir am Ende nicht allzu viel Zeit zum Baden haben.

Knabbernde Fische

In allen Wasserfallgewässern schwimmen viele viele Fische, die alles andere als menschenscheu sind. Kaum setze ich einen Fuß ins Wasser, so kommen die Fische in Scharen an und knabbern an meinen Beinen und Füßen. Ich möchte nicht behaupten, dass es weh tut. Ich weiß ja nicht einmal, ob die Viecher Zähne haben. Aber die Saugkraft der Fische ist schon nicht ohne und ich kann das gar nicht ab wie die Biester mich so annagen.

Ich vermute, dass das die gleichen Fische sind, die in Bangkok teilweise in Aquarien angeboten werden. Man soll dort seine Füße einige Zeit in das Fischbecken halten, und die Fische knabbern einem dann angeblich die Hornhaut ab, was weiche Füße machen soll.

Teilweise schwimmen bis zu 50 cm große Fische in den Wassfällen. Ob der wohl meinen großen Onkel einsaugen könnte? Ich möchte es lieber nicht wissen und strampele beim Baden, was das Zeug hält. 🙂

Und wer läuft mir hier ins Bild? Die Lina.

Ja, die Welt ist klein. Zum zweiten Mal schon an diesem Wochenende läuft uns Lina mit ihrem Freund über den Weg. Gestern trafen wir die beiden schon im Tiger Tempel. Und heute auf Stufe … 4? Oder 5?

Ganz schön nass hier oben

Falls ihr glaubt, dass ich da oben im Trockenen stehe, irrt ihr ganz gewaltig. Wir haben es noch geahnt und wollten uns in unser Badeoutfit werfen. Doch die Japsen, die vor uns am Fotos schießen waren, haben auch in voller Montur gepost, und so dachten wir… Naja… Falsch gedacht. Von hinten bin ich nun klitschnass!

Dieberische Äffchen

Ob wir Angst vor diesem süßen Kerlchen haben müssen? Ein netter Tourgenosse vom Vortag berichtete uns vor dem Tiger Tempel von den Affen, die angeblich ab Stufe 4 stetig zunehmen sollen. Ihmzufolge seien die Biester extrem aufdringlich, springen einen an und versuchen, kleine lose Gegenstände zu erhaschen. Am Fuße des Wasserfalles warnte uns auch ein Schild vor dieberischen Affen.

Dieser kleine Genosse kurz vor der obersten Ebene schien jedoch nicht an unserem Hab und Gut interessiert. Er war lieb und hielt artig für schöne Fotos still.

Alles in allem sind die Erawan Wasserfälle wunderschön und es ist schade, dass wir nur so wenig Zeit hier verbringen können. Gut und gerne könnte ich den ganzen Tag hier bleiben. Die Wasserfälle allein sind eigentlich einen Tagesausflug Wert. An dieser Stelle muss ich aber auch bemerken, dass es sicher von Vorteil war, die Wasserfälle an Stelle eins unserer Ausflugsliste stehen zu haben. Als wir ankamen, waren viele Ebenen menschenleer und wir konnten allein unter den Wasserfällen duschen, das frische kühle Wasser, die frische Morgenluft und die Stille genießen. Auf dem Rückweg gen Mittagessen kommen uns unzählig viele Einheimische entgegen, die auf ihrem nachmittaglichen Familienbadeausflug unterwegs sind. Ich nehme an, dass die schönen Badebuchten in kurzer Zeit recht überfüllt sein werden.

Um ca. 12h30 brechen wir wieder auf.
Station 2: Elefantenreiten

Einer der Dickhäuter

Liz und ich teilen uns einen Elefanten. Einer von uns sitzt auf dem gemütlichen Sitz, der dem Elefanten auf dem Rücken geschnallt ist, der andere riskiert einen Ritt auf dem Kopf des riesigen Tieres. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wackelig es auf dem Kopf des Elefanten ist! Hätte ich den Sitz hinter mir nicht zum Festhalten gehabt, wäre ich sicher heruntergeplumst.

Ab durch den Dschungel

Unterm Strich ist es schon ein ulkiges Gefühl, auf so einem Riesen zu reiten. In der Sonne gemütlich auf dem Holzsitz zu sitzen wie ein König auf seiner Sänfte, in Richtung einer außergewöhnlichen Landschaft wie ich sie bisher nur aus dem Fernsehen kenne, ist schon sehr chillig und lässt sich sehr gut aushalten.

Unsere Dickhaut amüsiert mich ein wenig, indem sie permanent das Gestrüpp vom Wegesrand aufhebt und unseren jungen Elefantenreiter fast zur Weißglut treibt. Gerne würde ich euch die Laute mitteilen, mit denen die Guides die Elefanten antreiben. 🙂 Doch wie fasse ich das mithilfe von ein paar Buchstaben zusammen? Uuuh! Oder Öööh! Oder doch besser Uööh!? 🙂

Weniger amüsant wird es, als unser Elefant zu bocken anfängt und unser Reiter ihm ständig mit einer Art Spitzhacke in die dicke Gesichtshaut kloppt. 😦 Ich hoffe, durch die Lederhaut spürt der große Bursche nicht viel. Aber bei den Muskeln könnte er sich eigentlich gut wehren. Allein die Ohren! Was da für Muskeln drin stecken! Während ich auf dem Kopf Platz habe, muss ich durchaus Acht geben, dass der Elefant mir meine Füße nicht zwischen Kopf und Ohren zerquetscht!

„Stopp!“, schreit plötzlich Liz. Wieso?! Ebenso wenig amüsant – aber dennoch beeindruckend – ist eine riiiiiiiiiiiiiiiiiesen große Spinne am Wegrand. Buahhhh! Igitt! Auf der einen Seite ist es für einen kurzen Moment faszinierend, eine so große, und eigentlich auch hübsche, Spinne in freier Natur in ihrem Netz hängen zu sehen. Auf der anderen Seite sind mir die 40 cm Abstand zwischen ihr und mir doch etwas zu wenig. Ein Schritt zur Seite von dem Elefanten und ich könnte das Viech küssen. Buääähhhaaiiiiiihh!!! Insofern bin ich ziemlich froh, dass unser Reiter das Stopp von Liz zu spät versteht und wir die Riesenspinne zügig passieren. Die hat sicher einen Durchmesser von 15 cm, lange schwarze Beine und eigentlich auch einen schwarzen Kopf und Körper (der Kopf ist deutlich als Kopf erkennbar; das sagt doch alles über die Größe aus, oder?), aber die Mitte des Körpers ist mit einem großen knallgelben Fleck geziert.

Station 3: Bambus Floß Rafting

Gemütliche Bambusfloß Fahrt

Unter Rafting stelle ich mir zwar etwas anderes vor, dennoch ist die Floßfahrt wirklich toll. Bei strahlendem Sonnenschein auf einem breiten Strom inmitten einer gigantischen Flusslandschaft entlang zu schippern ist äußerst wohltuend. Insbesondere nach dem morgendlichen Gehetze wirkt diese ruhige Fahrt sehr entspannend.

Station 4: Krasae Cave am Viadukt

Auf der hohen Holztalbrücke

Hier warten wir auf unseren Zug. Am Bahnhof befindet sich ein kleiner Markt, der vielerlei T-Shirts und weitere Souvenirs zu hohen Touristenpreisen anbietet. Aber ein Magnum Eis gönnen wir uns.

Chinesischer Buddha in der Krasae Cave

Viele Einheimische knien vor dem Buddha nieder. Ein Mönch zeigt mir, wie genau der Brauch funktioniert: Auch ich knie mich auf der Stufe vor dem Buddha hin. Der Mönch gibt mir einen zylinderförmigen Holzbecher in die Hand, in dem einige nummerierte chinesische Stäbchen stecken. Nun muss ich den Becher schütteln, bis ein Stäbchen herausfällt. Die Nummer auf dem Stäbchen sagt dem Mönch, welchen der vielen an der Stellwand hängenden Zettel er mir geben muss.

Diese Zettel beinhalten jeweils eine Art Prophezeiung, die allerdings stets in Thai verfasst ist. Erst einige Tage später erfahre ich von unseren thailändischen Interns, dass meine Zukunftsvorhersage in gedichtsform geschrieben ist und sich reimt. Anscheinend ist es ein sehr schwieriges Gedicht. Mehr als dass ein Drache in dem Gedicht erwähnt wird, können mir unsere Interns nicht mitteilen. Sie verstehen das Gedicht leider selbst nicht und erzählen mir, dass ich mir das Gedicht und somit meine Zukunft eigentlich von dem Mönch hätte erklären lassen müssen. Aber der konnte sicher kein Englisch. 😦

Bei voller Fahrt

Bald kommt nun auch schon unser Zug. Es folgt die Fahrt mit der Todeseisenbahn. Mit der Sicherheit der Fahrgäste scheinen die Thailänder es nicht so genau zu nehmen wie in Deutschland. Ich kann die ganze Fahrt freien Ausblick auf die Dschungel- und Ackerlandschaft, auf Wald und Wiesen und auf kleine, arme, einheimische Wohngegenden genießen. Die Tür steht offen und es ruckelt, doch nicht einmal ein Geländer ist vorhanden. Auch wenn es gefährlich klingt, es hat was, derart frei im Fahrtwind stehen zu können.

Doch warum die Todeseisenbahn (Death Railway) überhaupt so heißt? Diesen unschönen Namen trägt die Eisenbahnverbindung, da bei ihrem Bau mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Im zweiten Weltkrieg haben die Japaner die Eisenbahnstrecke von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern bauen lassen.


Einfahrt auf die Brücke über den River Kwai

Nun sind wir also angekommen – bei der Touristenattraktion Kanchanaburis. Denn mein Marco Polo Reiseführer Thailand führt weiter fort: Der Grund dafür, dass Scharen von Touristen angelockt würden, sei dieses „weltberühmte Bauwerk“. Die River Kwai Bridge hat durch den Filmklassiker „Die Brücke am Kwai“ weltweite Berühmtheit erlangt.

Lovely Sunset

Offen zugegeben kenne ich den Film nicht. Er soll wohl die dramatische Geschichte des Brückenbaus erzählen und bildlich darstellen, wie Tausende Unschuldige dabei ums Leben gekommen sind. Meinem Reiseführer zufolge sei die Brücke aus dem Film jedoch nicht diese Brücke, u. a. da der Film auf Sri Lanka und nicht am Kwai gedreht worden sei.

Restaurant

Von der Brücke aus entdecken wie dieses nette Restaurant. Dort werden wir später BBQ zu Abend essen. 🙂 Vorher sichte ich jedoch noch ein Krokodil! Es ist leider schon tot. Es ist auch nicht riesig. Ich schätze, ca. eineinhalb bis zwei Meter Länge. Unter der Brücke schwimmt der Kadaver des – ich denke – Jungtieres entlang. Leider sind deutliche äußere Verletzungen erkennbar. 😦

JEATH War Museum

Hier muss ich natürlich noch herein: In das Eisenbahnmuseum zum zweiten Weltkrieg. JEATH steht dabei für die Kriegsbeteiligten Japan, England, Amerika, Australien und Thailand. In diesem Museum erklärt uns ein Mitarbeiter noch einmal die Misere der damaligen Bauphase der Eisenbahnstrecke zwischen der damaligen burmesischen Grenze und Thailand. Wir lernen, dass die Hauptursachen für die vielen menschlichen Verluste neben schlechten und zu harten Arbeitsbedingungen (18 Stunden Tage, 1 Tag Urlaub im Jahr) sowie Arbeistunfällen (gerade bei Hochbrücken) Cholera und sonstige Krankheiten waren, die in Form einer Epidemie gleich Hunderte von Arbeitern das Leben kosteten.

Nach Tigern, Elefanten, Spinnen und nem Krokodil folgt nun noch ein Leguan 🙂

Damit nimmt das kurze Wochenende leider schon sein Ende. Wir essen noch lecker in dem oben gesichteten Flussrestaurant, genießen eine beruhigende Massage und stoßen natürlich noch mit einem Chang Beer an. 🙂

Chang Beer

Die letzte kurze Nacht verbringen wir noch in einem netten Bambus Bungalow auf dem Fluss, bevor wir früh am Morgen aufbrechen, um Montag pünktlich zur Arbeit zu erscheinen.

Alles in allem ist Kanchanaburi doch ein sehenswerter Ort. Auch wenn die Stadt selbst an einem Tag zu besichtigen ist, so hat die Umgebung doch Einiges zu bieten. Mit unseren zwei actionreichen und im Programm knallharten Tagestouren haben wir noch lang nicht alles gesehen. Es fehlen der berühmte Drei-Pagoden-Pass nahe der Grenze zu Myanmar mit seiner einzigartigen Tempelanlage, diverse touristenferne wunderschöne Tropfsteinhöhlen, der Sai Yok Nationalpark mit seinem Sai Yok Noi Wasserfall sowie der Hellfire Pass und heiße Quellen. Ihr seht, in Kanchanaburi lässt sich locker ein weiteres schönes Wochenende verbringen – mal ganz davon abgesehen, dass allein die Erawan Wasserfälle einen ganzen Tagesausflug Wert sind.

Ich lasse mich überraschen, wo es mich demnächst so hinverschlägt.

Bis dahin,
eure Jessi





Ko Lan

7 12 2009

Hihi. Heute hab ich frei gehabt! 🙂 Weil der König am Samstag Geburtstag hatte.

Und wie die Thais so sind… Weil Samstag ja für die meisten eh frei ist, wird der Feiertag eben auf den nächsten Arbeitstag verschoben – also auf diesen Montag.


Und was habe ich mit meinem freien Tag angestellt?
Ja ja 🙂 Sommer, Sonne, Strand und Meer!
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Um halb acht in der früh bin ich aufgebrochen und in etwa drei Stunden für ca. 3 € auf die Insel Ko Lan vor der Küste Pattayas gefahren (An Pattaya erinnert ihr euch? Die Hochburg für ***tourismus in Thailand? Das erste Wochenende waren wir dort und ich hatte berichtet…).

Von Pattaya mit der Fähre rüber

Nun gut, den überfüllten Strand von Pattaya haben wir uns heute nicht angetan. Mit der Fähre ging es hinüber zur Insel. So wie Mallorca von Deutschen übersät ist, so schien Ko Lan komplett von Russen besetzt. Der Strand, an dem das Boot ansetzte, war ca. 5 Meter lang. Nur zwei Reihen Liegen fanden auf ihm Platz und dementsprechend stand Liege an Liege, dicht an dicht. Hinter dem Strand waren Restaurants, Bars, Märkte, Läden etc. – alle endlos überfüllt, sodass man kaum einen Fuß vor den anderen setzen konnte. Da half es auch nichts, dass das Wasser verführerisch glasklar war. Wir mussten weg.

Mit dem Tuc Tuc ging es also in fünf Minuten an einen anderen Strand. Es ist mir ein Rätsel… Der Strand ist dreimal so lang, das Wasser ebenso klar, es gibt weniger nervige Strandhändler, nettere ruhigere Lokale und trotzdem fanden nur wenige Menschen den Weg dorthin. Worüber ich mich nun aber nicht beschweren will. 🙂

Denn so hatte ich einen ruhigen erholsamen Tag, konnte in der Sonne und im Schatten dösen, bis zum Hals im Wasser stehen und immernoch meine Füße und die Wellen im Sand erkennen…
Zwischendurch gab es einen leckeren Cocktail – einen Mai Thai versteht sich, serviert in einer Ananas, beschmückt mit Blümchen, Limette und Erbeere. 🙂

Lecker Mai Thai – an die Liege serviert

Mit diesen Worten sende ich euch allen beste Grüße aus dem Land des Lächelns,
bis demnächst,
eure Jessi





Krabi Bilder on!

6 12 2009

Hallo zusammen!

Ab sofort sind die ersten Krabi Bilder bei Flickr online.
Als Diashow findet ihr sie hier.
Das Album findet ihr unter diesem Link.


Kleine geografische Info noch am Rande: Krabi bezeichnet eine ganze Provinz im Süden Thailands.
Landschaftlich ist sie durch viel viel Wald, ca. 120 km Küste und zahlreiche Kalksteinberge gekennzeichnet.
Insgesamt gehören zur Provinz Krabi in etwa 130 Inseln. Viele davon wurden 2004 durch den Tsunami stark verwüstet.

Durch die vielen teilweise einfach nur aus dem Meer herausragenden Kalksteingipfel ist Krabi weltweit als attraktives Ziel bei Kletterern bekannt. Neben dem gewöhnlich gesicherten Klettern am Festlandfels (so wie wir das gemacht haben) gibt es auch viele Möglichkeiten, ohne Sicherungsseil an den Bergen im Meer zu klettern. Wer abstürzt, wird nass. 😉

Alex und ich waren am Railey Beach. Das ist ein kleiner Festlandzipfel, der quasi wie eine Insel ins Meer hinausragt und somit Ost- und Westküste hat. Er ist nur ein paar Hundert Meter breit und lang und durch Berge und Wald vom restlichen Festland abgeschnitten. Deshalb führen keine Straßen zum Railey Beach und er ist wie eine Insel nur per Boot zu erreichen. Die Überfahrt bei Nacht war im Übrigen grandios. 🙂 Bei den riesigen waldbewachsenen Felsen an der Seite fehlten nur noch die Krokodile im Wasser, dann wäre es sicher das Feeling einer Flussfahrt im Dschungel gewesen. 🙂
Vom Tsunami blieb der Railey Beach damals verschont – gut geschützt durch die davor liegenden Inseln.

Viel Spaß nun beim Durchstöbern meiner Bilder!
Eure Jessi





Krabi

29 11 2009

Unbeschreiblich.





Heineken Greenspace

27 11 2009

Guten Morgen liebe Leser,

wieder ist der letzte Arbeitstag der Woche angebrochen.

Der Start in die Woche war relativ unspektakulär. Ein paar Tage lang habe ich die 3 Stunden Badminton vom Wochenede durchaus noch in den Waden gespürt. Aber mittlerweile scheinen die ganzen kleinen Muskelfäserchen sich brav erholt zu haben, sodass ich fit und gesund in ein abenteuerreiches Wochenende starten kann. 🙂

Letzten Mittwoch haben wir das erste Mal die Gläser mit unserem Chef angestoßen. Nach der Arbeit verabredeten wir uns mit einem weiteren deutschen Kollegen und einer thailändischen Praktikantin in der Heineken Greenspace Rooftop Bar. Die Location war natürlich von den beiden Chefs gewählt – und sie entpuppten sich als Kenner durchaus sehr guter Locations. Die Bar befindet sich im 17. und 18. Stock und bietet im Außenbereich eine schöne fensterlose Sicht auf Bangkoks Skyline.

Unser Chef hat uns einen sehr guten Tisch im oberen Bereich gesichert. Ein gemütliches Ambiente mit runden Tischen, bequemen Sitzsäcken, guter Live Band Musik und einer angenehmen Beleuchtung durch eine riiiiiiiiesige Lichtröhre, die einmal komplett das gesamte Deck umkreist, sorgten für einen chilligen Abend. Hinzu kamen natürlich noch 3 Bier Tower á 3 Liter für je 12 €. 🙂 Für thailändische Verhältnisse sicher eher obere Preisklasse, doch als Deutsche beschweren wir uns bei 4 € für einen Liter Bier in einer solchen Location sicher nicht.

Die Karte bietet natürlich nicht nur Süffigkeiten, sondern verspricht ebenso leckere kulinarische Spezialitäten. Die Küche reicht von typisch Thai bis zu europäischen Gerichten wie dem einfachen Schweinefilet oder Spagetti. Der Cateringservice Greyhound legt bei dem Servieren der Gerichte sogar ein wenig Kreativität an den Tag. So werden die Spagetti nämlich ungewöhlicherweise nicht auf einem Teller, sondern in einem Bierkrug gereicht – so gehört es sich eben in einer anständigen Bierbar. Da wird das Essen doch glatt zu einer kleinen Herausforderung, nichtsdestotrotz amüsante Idee. 🙂

Fotos habe ich dieses Mal leider nicht zu bieten. Nach dem ersten Pic war das Akku leer… Dumm gelaufen. Aber sicher gibt es ein nächstes Mal.

Schnell noch eben die Flugdaten für mein Krabi Wochenende, damit ihr wisst, wann genau ich mal wieder in der Luft hänge.

Hinflug Fr, 27.11.
Abflug BKK: 17h05
Ankunft KBV: 18h20
Flugnummer: FD3167 (AirAsia)

Rückflug So, 29.11.
Abflug KBV: 18h50
Ankunft BKK: 20h10
Flugnummer: FD3168 (AirAsia)

Da Alex nicht zum ersten Mal auf Krabi ist, hat er ein paar nette Kontakte spielen lassen können. Die Besitzerin unseres Apartments hat uns ein Taxi organisiert, das uns vom Flughafen abholen wird. Anschließend werden wir direkt mit der Fähre auf die Insel Krabi übersetzen.

Für den gesamten Samstag ist eine ausgiebige Free Climbing Tour geplant. Ob wir uns Sonntag noch einmal an die Felsen hängen oder ob wir unseren müden Gliedern lieber eine Erholung am Strand gönnen werden, entscheidet sich spontan.

Aber was interessieren meine Zukunftspräsumtionen? Nächste Woche erfahrt ihr wie es gewesen ist. 😉

Bis dahin,
eure Jessi