Thailand

Das Land der Freien

So lautet die Bedeutung des offiziellen Namens „Prathet Thai“, der 1939 den bisherigen Ländernamen „Siam“ ersetzte. Historisch betrachtet ist diese Bezeichnung für Thailand durchaus berechtigt. Denn während der Kolonialzeit war Thailand bzw. Siam eines der wenigen Länder dieser Region, die dem Kolonialismus nicht verfallen waren und seine Unabhängigkeit wahren konnten. Auf diese Weise ist Thailand allein aus den Kulturen früherer Reiche erwachsen, was sich noch heute in vielen Sitten und Gebräuchen widerspiegelt.


Das Land des Lächelns.

Wie viele asiatische Länder ist auch Thailand für Höflichkeit und eine freundliche Umgangsform bekannt. Selbst in den skurrilsten Situationen haben die Thais ein Lächeln auf den Lippen. Ansonsten ist die thailändische Kultur stark vom Buddhismus geprägt. Der gesellschaftliche Umgang verlangt Achtung und Respekt vor dem Älteren und dem höher Gestellten, was für Europäer durchaus ungewohnt ist. Eine ganz bestimmte Grußformel, die Wai, ist in Thailand üblich: Handflächen aneinander, vor Gesicht oder Brust halten, mit dem Kopf nicken und nicht vergessen – Lächeln 🙂 Allerdings hängen die Position der Hände und die Tiefe der Kopfverbeugung vom Status der Beteiligten ab. So verbeugt sich ein höher Gestellter z. B. weniger als einer niedereren Rangs. Daher ist es sicher schwierig für Europäer, den Gruß richtig durchzuführen, weshalb es den Thais angeblich lieber ist, wenn wir es gleich bleiben lassen.


Doch wo liegt Thailand überhaupt?

Mit einer Fläche von über 500.000 qkm (vgl. Deutschland: 357.105 qkm) nimmt Thailand einen beträchtlichen Teil Südostasiens ein. Landschaftlich ist Thailand sehr kontrastreich. Während der Norden bergig ist, umschließt der südliche Teil den Golf von Thailand und bietet somit fruchtbaren Boden für die Landwirtschaft und traumhafte Strände. Da diese Strände sicher mit Touristen überladen sind, werde ich mich während meines Aufenthaltes lieber auf einer der rund 100 zu Thailand gehörenden Inseln mit noch viel traumhafteren Stränden niederlassen. 😀


Klima

Während ihr daheim in Deutschland also die dicken Winterjacken auspackt, werde ich mir im tropischen Klima bei rund 30 Grad und ordentlich hoher Luftfeuchtigkeit vermutlich so manches Kleidungsstück wegwünschen. Doch eigentlich scheine ich mit Oktober bis Februar die kühlste und angenehmste Jahreszeit erwischt zu haben. In Thailand lässt sich das Klima grob in drei Jahreszeiten einteilen: Die Vor-Monsun-Zeit von März bis Mai mit den höchsten Jahrestemperaturen von häufig über 35 Grad, die Monsunzeit und auch Regenzeit von Juni bis September und die „kühle“ Jahreszeit von Oktober bis Februar. Da hab ich mit meinen 30 Grad und immerhin etwas trockenerer und kühlerer Luft also noch mal Glück gehabt. 😉


Politik

Seit 1932 gibt es eine konstitutionelle Monarchie. Das heißt: König und damit Staatsoberhaupt ist Bhumibol Adulyadej (Rama IX.). Das “konstitutionell” in der Regierungsformbezeichnung schränkt den Machtspielraum des Königs jedoch mehr oder weniger stark ein, da eine Verfassung niedergeschrieben wurde, an die sich theoretisch auch der König zu halten hat. Inzwischen ist die 18. Verfassung seit 1932 in Kraft, die 2006 per Volksentscheid angenommen wurde. Regierungssitz bzw. Hauptstadt ist Bangkok. Über zahlreiche Proteste, Anschläge und den Notstand, der dort im April dieses Jahres ausgerufen worden ist, berichte ich an dieser Stelle mal lieber nicht. Wir wollen doch nicht, dass sich irgendjemand unnötig Sorgen um mich macht 😉 Außenpolitisch ist Thailand übrigens Mitglied der UNO sowie zahlreicher anderer internationaler Organisationen.




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